*Kurzbiographie *Architekten *Crodel über St. Jacobi (Hamburg) *Literatur *Werkstätten *Konservatoren und Kunsthistoriker *Verteiler Denkmalpflege *Topographischer Sprungindex zum Werkverzeichnis *
Verbreitugskarte der wichtigsten baugebundenen Werke mit Angabe der Zerstörungen 1933 und 1936
***Vorläufiger K A T A L O G der baugebundenen Arbeiten. Version 0.2.09 ***
©Dr.
Cornelius Steckner: csteckner@hotmail.com
http://www.geocities.com/CapeCanaveral/Hall/2923/crodel
Engel, Dreikönigskirche, Frankfurt
Das topographisch geordnete Werkverzeichnis ist bei Lebzeiten von Charles Crodel (1894-1973) als Register der Bildtagebücher - die heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg liegen - begonnen und dann nach den Nachlaßunterlagen zur Erfassung sämtlicher baugebundener Werke (Wandmalerei, Mosaik, Glas, Email, Textil, Keramik und Kunststoffe) ergänzt worden. Der vorliegende Index führt durch die als Microfichedition von Verlag Dr. Harald Fischer, Erlangen (http://www.haraldfischerverlag.de ), farbig reproduzierten Bildtagebücher des Zeitraumes 1918-1973. Indiziert sind 280 baugebundene Werke in 135 Orten. Hinzu kommen biographische Daten, Originaltexte und komplette Verglasungsbeschreibungen sowie ergänzende Aufsätze.
Das Verzeichnis gibt eine vorläufige Übersicht über Werke in den Bundesländern Deutschlands, in Schweden und USA (UofL - Charles Crodel (1894-1973) papers ) ausgeführten, zerstörten oder begonnenen Projekte und verweist auf die Abbildungen und textlichen Tagebuchstellen der Crodel-Tagebücher 1918 - 1973 (Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg: http://www.gnm.de/Download/listev.pdf ).
Zusätzlich sind schwer erreichbare gedruckte Quellen eingeschaltet, die insbesondere den Hintergrund der laufenden Restaurierungen - also: technische Angaben und Interpretation - berücksichtigen. Die Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts dokumentiert derzeit die wichtigesten Werke.
Grundsätzlicher Beitrag zur Bildverwendung von Charles Crodel: Friederike Naumann: Charles Crodel und die Antike
Charles Crodel mit Tagebuch: Foto: Helmut v. Claer.
Charles Crodel als Maler der Klassischen Moderne ist jede Gegenwart von Bildformen getragen und eben auch durchformt, die sich dem "Gänsemarsch der Geschichte"entziehen. Es kann die Geste einer Fischerin auf dem Markt in Marseille sein oder ein österlicher Lammträger irgendwo in Attika, in dem die großen Themen der Kunst wieder lebendige Gestalt annehmen. Dergleichen gelebte Bilder malte Thomas Mann und die Lyrik Baudelaires. Und auch Architektur und Musik kennen solche erlebten und irgendwann wiederkehrenden Situationen. In Crodels "Improvisationen über Leben und Tod", seiner Wandmalerei im Musikraum der Burse zur Tulpe der Universität Halle von 1928/1929, verflechten geborstene Baumstümpfe und Schützengrabensituationen des Ersten Weltkrieges den Zyklus der Lebensrhythmen mit Bildformen der "pinturas negras" von Francisco Goya (1746-1828), während Gerhard Marcks mit seiner dazugesetzten Bronzeplastik "Wandler" (nicht im Werkverzeichnis GM) das Durchschreiten situativer Wiederholungen selbst ins Bild brachte.
Und als Crodel 1932 im Zuge der von der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein durchgeführten nicht historisierenden sondern modernen Restaurierung Bad Lauchstädts auf dem Bühnenbild des Goethe-Theaters in Bad Lauchstädt das Bild eines Verkrüppelten direkt neben den Orpheus setzte, passte dieses Bildkonzept nicht in die Pläne der von Weimar her auf das Reich zugreifenden nationalsozialistischen Kulturpolitik. Daher erlitt Crodels Werk im Sommer 1933 die groß inszenierte Kunstverbrennung in Bad Lauchstädt, die Verbrennung der Arbeiten seiner Klassen auf dem Burghof der Kunstgewerbeschule in Halle und auch in Berlin stand Crodels Werk im Zentrum anhaltender öffentlicher Auseinandersetzung.
Als im Zuge der Abstraktionswelle nach dem Zweiten Weltkrieg wiederum Verdrängungsprozesse anliefen, hat Crodel in den damals bestehenden beiden deutschen Staaten die gemeinsame Vergangenheit in christliche Motive eingeflochten, das Leiden in den Konzentrationslagern ("Geschichte des Petrus", St. Petri, Magdeburg, 1970) wie die Feuer des Bombenkrieges (Vorhöllenbilder, St. Katharinen, Frankfurt am Main). Crodel kannte als Vorstandsmitglied des Jenaer Kunstvereins und der 1934 verbotenen Arbeitsgemeinschaft der Juryfreien Kunstausstellung und als Betreuer ihrer Sammlung in Berlin die abstrakte Malerei genau, sah allerdings angesichts der kaum zurückliegenden Kriege sowohl nach 1918 wie nach 1945 ihr der Tagespolitik nützliches Verdängungs- und Entfremdungspotential.
Die 1933 und 1936 nur überstrichenen Werke Crodel wie in der Burse zur Tulpe oder der Moritzburg in Halle sind inzwischen teilweise wieder gegenwärtig durch moderne Denkmalpflegeprojekte. Aber auch Umwelschäden bedingten die Restaurierung von Glasmalereien, so Crodels Ergänzungsfenster zum mittelalterlichen Fensterwerk im Erfurter Dom durch die neue Glaswerkstatt des Erfurter Domes und die Restaurierung der Kirche St. Katharinen in Frankfurt/ Main. Die meistern der jetzt selbst zu Denkmalpflegeprojekten gewordenen 280 Werke hatten selbst schon neue, experimentelle Konzepte verfolgt. Das wird sichtbar, wenn man größere Zeiträume überschaut, und die verschiedenen Phasen trennt. Die erste Phase vor 1933 prägte die Zusammenarbeit mit dem damaligen Landeskonservator Giesau. Crodels Ausmalung der Moritzburg (Halle), der Burg Giebichenstein* (Halle) und von Bad Lauchstädt waren Versuche, historische Ikonographie und Technik in der Moderne fortzuführen. Die Projekte waren entsprechend auf der Juryfreien Kunstschau in Berlin gezeigt. Gleich nach dem 2. Weltkrieg nahm Crodel bei seinen Kirchenprojekten diese gezielte Arbeit von 1932 wieder auf. So geht die Wiederherstellung des Halberstädter Domes nach 1945 auf eine Gruppe von Vorhaben zurück, zu dem auch Arbeiten von 1932 für den Naumburger Dom gehören (in der "Geschichte der Denkmalpflege Sachsen Anhalt" von Peter Findeisen 1990 nicht genannt). Diese Projekte gehören wie die von Hans Wittwer geleitete Wiederherstellung von Bad Lauchstädt zum Goethe-Jahr 1932 zu dem von Crodel in Zusammenarbeit mit Hermann Giesau vertretenen neuen Denkmalpflegekonzept, das dort an die Erneuerungsarbeiten von Karl Friedrich Schinkel anschloß. Diese durch Crodel und seine Schüler gepflegte "Fortführung der Geschichte" führte in ihren ikonographischen und technischen Besonderheiten in Bad Lauchstädt zur experimentellen Enkaustik, deren Rezepturen nach dem Tagebuch mitgeteilt sind.
Auf diesen Phasen von 1932 und 1945 setzt dann erst das sich in Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Architekten Theo Kellner sich zunächst entfaltende jüngere Werk Crodels. Beide, Giesau, wie der aus dem Weimarer Bauhaus kommende Theo Kellner waren auf Crodel begeistert aufgrund dessen Arbeiten für das Erfurter Hospital am Johannesring 1926 zugekommen. In diesen frühen Arbeiten Crodels für Jena und Erfurt steckte bereits der Ansatz für die weitere Entwicklung.
*Kurzbiographie *Architekten *Crodel über St. Jacobi (Hamburg) *Literatur *Werkstätten *Konservatoren und Kunsthistoriker *Verteiler Denkmalpflege *Topographischer Sprungindex Werkverzeichnis
Charles Crodel (1894-1973): Graphiker, Maler und Kunsthistoriker.
16.9.1894 geboren in Marseille als Sohn des Kaufmanns und Consuls Crodel, der mit dem Mikroskop die Welt der Kleinstlebewesen des Meeres erforschte, Taufname: Karl Fritz David, genannt Charles. Der Onkel Paul Crodel: Mitbegründer der Münchner Sezession. Die Familie aus Schneeberg (W. Junius, Die erzgebirgische Künstlerfamilie Krodel, Monatshefte für Kunstwissenschaft, 1921, S. 253-261). Konfirmation am 3.5.1908 in Marseille.
Nadar, Charles Crodel (rechts mit Zeichnung), Marseille, Rue des Noailles 21.
Schulzeit in Schwäbisch-Hall und nach dem Umzug der Famlie nach Jena, wo der Vater die Vorlesungen Ernst Haeckels hören wollte, befreundet mit dem dortigen Kunstpädagogen Christoph Natter. Zusammen mit seinem Mitschüler Geog Meyerhof (+ 1915) erlebt Crodel Botho Graefs Entdeckung Ernst Ludwig Kirchner. Im Sommersemester 1914 Besuch der Kunstgewerbeschule München unter Richard Riemerschmidt (wie Gunta Stölzl, Meisterin am Bauhaus Dessau): In München Crodels erste Studien zur monumentalen Malerei. 1914 mit Kriegsbeginn umfangreiche photographische Dokumentation der Naturzerstörung durch den Krieg. 1915 Einschreibung für das Studium der Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Jena bei Botho Graef.
Ch.Crodel: Elisabeth v. Fiebig beim Malen in Jena.
1918 Heirat der Malerin Elisabeth v. Fiebig (8.11.1897-8.4.1967). In Jena Freundschaft mit Erich Schott (Jenaer Glaswerke), Justus Bier (später North Carolina Museum of Art), Herbert Koch (Archäologe in Jena, Leipzig und Halle) und Gerhard Marcks (Briefwechsel 1920-1973).
1920-1928 Vorstandsmitglied des Jenaer Kunstvereins. Korrespondenz mit Barlach, Kirchner, Munch und Schmidt-Rottluff, Bauhaus-Ausstellungen. Erstes Bestandsverzeichnis der Graphik von Ernst Ludwig Kirchner des Jenaer Kunstvereins. Lithographenlehre bei Eduard Giltsch, der Druckerei des Naturforschers Ernst Haeckel; Gesellenprüfung in Weimar. Mitglied der Freien Sezession in Berlin. 1923 Einzelausstellung in Berlin mit Graphikankauf durch die Nationalgalerie; Ferdinand Möller wird Galerist Crodels. Crodels druckt für seinen Freund Gerhard Marcks (nicht im Werkverzeichnis Marcks erwähnt).
Charles Crodel: Herbert Koch und Wilhelm Worringer, Farbholzschnitt, 1922 (Werkverzeichnis Steckner Nr. 150) Jena - Neuerwerbungen und Schenkungen im Romanttikerhaus [URL:www.europolis.com/ausstell/seiten/m0334_01.htm]

1925 Wandbild in der Universität Jena (Antike und Moderne / Befreiung Griechenlands).
1926 Wandbild im Hospital am Johannesring in Erfurt. Mitglied des Vereins der Arbeitsgemeinschaft der Juryfreien Kunstausstellung in Berlin (Mitglied wie Otto Dix, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer; gegründet von H. Sandkuhl (1872-1936)); Aufbau der Graphiksammlung der Juryfreien und der "Fabrikausstellungen".
1927 Berufung an die Werkstätten der Stadt Halle Burg Giebichenstein. Graphikankäufe durch die Bibliothèque Nationale, Paris. In Halle Aufbau der Druckwerkstätten mit den von Bauhaus übernommenen Assistenten Rudolf Baschant und Walter Herzger. Herbert Post über Crodel. Herbert Post über Charles Crodel.
1929 "Improvisationen über Leben und Tod", Wandmalerei in der neuen Buse zur Tulpe der Universität Halle in Zusammenarbeit mit Gerhard Marcks (Wandler, nicht im Werkverzeichnis; Abb. in Gerhard Marcks und Charles Crodel, 1992, S. 105).
1930 Mitglied der Berliner Secession. Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg. Werkmagazinierung unter Wilhelm Frick in Weimar.
1932 Villa Romana-Preis.*1932 zum Goethejahr mit Hans Wittwer (Bauleitung) neues Denkmalpflegekonzept für Bad Lauchstädt. Im Zusammenwirken mit Ernst v. Harnack Entwürfe zu monumentalen Glasmalereien für den Naumburger Dom.
1933 erste Zerstörungswelle: exemplarische Vernichtung von Wandbildern in Bad Lauchstädt, Burg Giebichenstein und Standesamt Halle. Crodel im Zentrum des Berliner Kunststreites. Verbrennung der Graphik und Schülerarbeiten im Burghof der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein.
(Zu den Zerstörungen 1933 - 1934 - 1936- 1937 vgl. C. Steckner, Kunstpolitik 1930-1933 am Beispiel des Malers Charles Crodel, in: Zwischen Widerstand und Anpassung. Kunst in Deutschland 1933-1945, Akademie der Künster Berlin 1978, S. 37-40 und C. Steckner, Das Schicksal der Arbeiten von Carl Crodel zum Goethejahr 1932 in Bad Lauchstädt, in: Carl Crodel. Malerei - Graphik - Kunsthandwerk. Staatliche Galerie Moritzburg Halle und Galerie am Fischmarkt, Erfurt 1982, S. 19-22 und Dokumenten zum Fall "Lauchstädt" S. 23-27).
1935
Zusammenarbeit mit Hedwig Bollhagen
(Keramik), August Wagner
(Glasmalerei und
Mosaik), der Staatlichen Porzellanmanufaktur in Berlin (KPM) sowie
den Vereinigten Lausitzer Glaswerken VLG. Glasfenster für die
Industriebauten von Ernst Neufert und Zusammenarbeit mit Wilhelm
Wagenfeld.
1936 zweite Zerstörungswelle (Burse Halle und Moritzburg Halle). Zusammenarbeit mit dem Kunstdienst in Berlin, mit Kirche und Post. Restaurierung des Drachenhauses in Potsdam.
1938 dritte Zerstörungswelle: Beschlagnahme von Werken in öffentlichem Besitz.
1945 wieder Lehrtätigkeit an der Burg Giebichenstein, Vorlesungen im Fach Kunstgeschichte in Halle, Berufungen und Lehrtätigkeit in Dresden (Stefan Hirzel, Cor van Eesteren) und Berlin. Prägt die Kunst der frühen DDR. Zahlreiche Schüler, darunter: Albert Ebert.
1952 vierte Zerstörungswelle im Rahmen des "Formalismusstreites" der frühen DDR.
1952-1963 Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in München. 1952 Mitglied des Deutschen Werkbundes Bayern. 1953 Mitglied der Neuen Gruppe in München. 1956 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
*Baugebundene Werke
in beiden Teilen Deutschlands mit Wagner in Berlin und der Franz
Mayer'schen Hofkunstanstalt (München) und Ferdinand
Müller(Quedlinburg).
Charles and Elisabeth Crodel, Paintings and Tapestries, Art Center Gallery, Loisville
1958-1965 Gastprofessuren an der Pennstate University und der University of Louisville, Kentucky,USA, mit Ausstellungen (Louisville Online: URL: http://www.courier-journal.com/reweb/community/homestyle/1998/hs19980228.html; UofL - Charles Crodel (1894-1973) papers
28.11.1973 in München verstorben. Gedächtnisausstellung im Lenbachhaus, München und durch das Kunstarchiv des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg.
*Kurzbiographie *Architekten *Crodel über St. Jacobi (Hamburg) *Literatur *Werkstätten *Konservatoren und Kunsthistoriker *Verteiler Denkmalpflege *Topographischer Sprungindex Werkverzeichnis
Erika Lehmann, Graphik, Malerei und Kunsthandwerk von Charles Crodel. Umfeld, Leben und Werk, Diss. Halle-Wittenberg 1984 (die Abbildungen nur im Hauptexemplar in Halle; angeführt sind 1208 Arbeiten.
Cornelius Steckner, Charles Crodel. Das graphische Werk, München 1986 (Verlag Galerie Wolfgang Ketterer) mit 400 nachgewiesenen Graphiken.
Charles Crodel. Kunsthandwerk. Zum 100. Geburtstag, Staatliche Galerie Moritzburg Halle (Saale) 1994.
Charles Crodel. Ausstellung von Gemälden und Aquarellen vom 17.9. - 5.11.1977. Galerie Klaus v. Francheville, Hannover.
Erika Lehmann, Graphik, Malerei und Kunsthandwerk von Charles Crodel. Umfeld, Leben und Werk, Diss. Halle-Wittenberg 1984, Bd. II, S. 120 - 22.
Maschinenschrift 140 Seiten: Briefwechsel und Dokumente Georg Meyerhof - Carl Crodel 13.8. 1914 - 12.10.1915
Erika Lehmann, Graphik, Malerei und Kunsthandwerk von Charles Crodel. Umfeld, Leben und Werk, Diss. Halle-Wittenberg 1984, Bd. II, S. 89-102 mit Literaturnachweisen bis 1984
Cornelius Steckner, Charles Crodel. Das graphische Werk, München 1986 (Verlag Galerie Wolfgang Ketterer) mit 169 Nachweisen bis 1986.
Charles Crodel war Mitglied der Freien Sezession und in der Leitung der Juryfreien Kunstausstellung (zusammen mit Kandinsky, Schlemmer u.a.) in Berlin sowie Mitglied der Neuen Gruppe in München. Crodel hat als Vorstandsmitglied des Jenaer Kunsvereins zusammem mit Alfed Ahner, Barthold Asendorpf und Alexander Szpringer die "Thüringer Gruppe" zur Organisation von Ausstellungen (u.a. mit der Griffelkunst-Vereinigung in Hamburg) gebildet und das erste Verzeichnis der Kirchner-Graphik des Jenaer Kunstvereins zusammen mit Elisabeth Crodel verfaßt. Nach dem Muster seiner Jenaer Tätigkeit baute Crodel in Berlin um 1933 vernichtete Künstler-Museum der Juryfreien auf, in dem auch Heinrich Schwarz (*1903) Arbeiten hatte.
Erika Lehmann, Graphik, Malerei und Kunsthandwerk von Charles Crodel. Umfeld, Leben und Werk, Diss. Halle-Wittenberg 1984, Bd. II, S. 123-124 für die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein vor 1933 und nach 1945
Schülerllisten für die Lehrtätigkeiten in München, Berlin, Dresden und an den Universitäten der USA fehlen. Eine Lehrtätigkeit im Frankfurter Städel ist wahrscheinlich.
*Sprungindex Werkverzeichnis *Kurzbiographie *Architekten *Crodel über St. Jacobi (Hamburg) *Literatur *Werkstätten *Konservatoren und Kunsthistoriker *Verteiler Denkmalpflege
Charles Crodel: Aquarellstudie zur Farbverglasung der Mjölby kyrka, Schweden, 1968.

Liste der in Zusammenarbeit genannten Architekten
Wilhelm Büning
Walter Engelhardt
Helmut Fischer
Friedhelm Grundmann, Architekt in Hamburg.
Karl Hampe, Architekt in Heidelberg.
Bernhard Hopp & Rudolf Jaeger, Architekten in Hamburg.
Ludwig Lemmer
Theo Kellner (1899-1969) Malerarchitekt, Schüler von Feininger und Poelzig, trat auf Crodel bei einer Ausstellung 1926 in Erfurt zu und bot die Zusammenarbeit an. Gemeinsame Projekte im Umkreis Erfurt und Gotha, später im Umkreis von Frankfurt. Zu Kellner vgl. M. Escherich, Theo Kellner (1899 bis 1969) - Moderne in Thüringen, DAB 1979, Heft 8, S. 1148-1149; M. Driesch, FAZ 10.12.1994 Nr. 287.
Eberhard Naumann
Ernst Neufert (Werksbauten in Weißwasser)
Rolf Robinschon
Harald Roth
Sep Ruf (1908-1982) -> Harald Roth
Walther (Clemens) Schmidt (1899-1992), Postbauten
Walter Thee
Hans Wittwer
Liste der in den Tagebüchern genannten und teilweise porträtierten Kunstwissenschaftler:
Justus Bier, Jenaer Kommilitone von Crodel, tauschte sich mit Crodel ueber die Glasmalerei aus; Zusammenwirken beim Aufbau der "Sammlung für das vorbildliche Serienprodukt" in Hannover; Begegnungen noch in den USA (vgl. Inge Witt, Justus Bier: Man of Vision, North Carolina Museum of Art 12 (4) 1975, S. 12f.).
Wolf-Dieter Dube. Generaldirektor in Berlin. Als Student bei Crodel; Arbeit ueber Moerser und E.L. Kirchner.
Paul Frankl (1878-1962), Professor an der Universität Halle-Wittenberg, Teilnehmer des 1933 eingerichteten privaten Zeichenkreises von Crodel, beriet Crodel bei Glasfensterprojekten.
Ernst Gall (1888-1958), Direktor der Staatlichen Schlösser und Gärten in Preußen
Kurt Gerstenberg (1886-1968), Kunsthistoriker, schrieb über Crodels Wandgemälde in der Burse zur Tulpe in Halle: "Improvisationen über Leben und Tod (Kreis von Halle, 1, 1930/31, S. 203-207. Die umfassende Sammlung Gerstenberg mit Graphik des Crodel-Kreises wurde nach 1945 beschlagnahmt und kam nach St. Petersburg.
Hermann Giesau, Provinzialkonservator der Provinz Saschsen, schrieb über Crodels Werke in Erfurt und arbeitete mit ihm zusammen. Der Kunsthistoriker Horst Keller hat die Zusammenarbeit beschrieben.
Botho Graef (1857-1917) machte den Jenaer Schüler Crodel 1913 mit dem Werk von Kirchner bekannt; bei ihm begann Crodel 1915 das Studium der Kunstgeschichte und verfaßte ein handschriftliches Verzeichnis der Werke Kirchner zum Bestand des Jenaer Kunstvereins (nicht bei Volker Wahl genannt). In München hat Crodel das Ehepaar Annemarie und Dieter Dube aus dieser Kenntnis heraus beraten (vgl. Tagebuch Crodel).
Will Grohmann, schrieb 1929 im Cicerone über Crodel und die Ausstellung Crodel - Marcks in Dreden bei Kühl. Crodel war dann im Komitee des Will-Grohmann-Preises der Berliner Akademie zusammen mit Eberhard Roters und Erich Hauser.
Ludwig Grote (1893-1974), Konservator der Denkmale in Anhalt, Zusammenarbeit bei Projekten in Anhalt.
Gerhard Haendler, promoviert 1933, schrieb 1942 die Crodel-Monographie des Berliner Kunstdienstes. Haendler leitete von 1954 bis 1970 das Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg.
Eberhard Hanfstängel (*1886), erwarb als Direktor der Nationalgalerie in Berlin in der Zeit des Kunststreites um Crodel dessen Werke.
Stephan Hirzel (1899-19??). Zusammenarbeit mit Crodel über den Kunstdienst in Berlin (u.a. Zusammenarbeit mit Henri Nannen, Georg Händler u.a.); beruft Crodel 1947 an die neue Staatliche Hochschule für Werkkunst in Dresden.
Walter Kaesbach (*1879) war 1920 - 1924 Leiter des Erfurter Kunstvereins (dann: Passarge, dann: Kunze), brachte 1922 die gemeinsame Ausstellung Crodel - Marcks (erste Ausstellung G. Marcks durch Crodel / Koch im Jenaer Kunstverein).
Horst Keller, Kunsthistoriker in Halle, schrieb in Ausstellungskatalog Rödel über Halle;Horst Keller, Karl Rödel, in: Karl Rödel 1907-1982, Ausstellungskatalog Städtische Kunsthalle Mannheim 1989, S. 48.
Hanna Kiel, Mitarbeiterin von Bernard Berenson in Florenz, mit Crodel befreundet (Porträts und Notizen zum Roman "Aller Tage Abend, 1938, im Tagebuch Crodel).
Herbert Koch (1880-1962), Archäologe und Kunsthistoriker, Nachfolger von Botho Graef, bei dem Crodel 1915 zu studieren begonnen hatte. Leiter des Jenaer Kunstvereins, in dem Crodel bis 1927 im Vorstand mitwirkte (Volker Wahl, Jena als Kunststadt, Jena 1988, S. 259). Dann mit Crodel zusammen in Halle. Lehrstuhlinhaber in Halle bis zu seiner Emeritierung. Seine Ehefrau Hanna Koch schrieb wie auch Crodel selbst in Zeitungen über die Tätigkeit des Kunstvereins Jena (nicht bei Volker Wahl erwähnt).
Kurt Kusenberg, schrieb als "Hans Ohl" in der von ihm betreuten Zeitschrift "die neue linie" 1936 und in der Zeitschrift "Die Dame" zu den Glasfenstern Crodel (u.a. 1940, Heft 26, S. 22-23).
Herbert Kunze, mit Crodel befreundeter Museumsdirektor, Nachfolger von Walter Kaesbach in Erfurt. Seine Ehefrau Dr. Magda Kunze-Rudolph war Kommilitonin von Crodel in Jena.
Erich Meyer (*1897), 1936 mit der Erneuerung des Dommuseums Halberstadt befaß, 1947 Direktor des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg und Honorarprofessor an der Universität Hamburg.
Christoph Natter (1880-1941) gehörte zum Jenaer Kreis um Botho Graef. Er war Crodels Kunsterzieher (Hauptwerk: Künstlerische Erziehung aus eigengesetzlicher Kraft) und 1927 Crodels Nachfolger im Vorstand des Jenaer Kunstvereins.
Walter Passarge schrieb im Cicerone und in der "Deutschen Werkkunst der Gegenwart" über Crodel.
Eberhard Ruhmer nannte Crodel in seiner "Stilkunde der Deutschen Kunst bis zur Gegenwart" zusammen mit Max Liebermann (1847 - 1935), Lovis Corinth (1858 - 1925), Hans Purmann (1880 - 1966) einen Hauptvertreter der "Reinen Malerei" (2. erw. Auflage 1950, S. 84).
Rosa Schapire, gab in Hamburg für den Kunstbund Hamburg die Zeitschrift "Die Kündung" als "anspruchsvollste Zeitschrift des Expressionismus" heraus und gewann Crodel in Jena für ein Sonderheft (vgl. Werkverzeichnis Graphik).
Wilhelm Worringer, Kunsthistoriker (Doppelporträt Koch - Worringer siehe oben).
Binsfeld = Binsfeld & Co, Glasmalerei, Trier, Saarstraße 39
Svea Bomann, Mjölby, Ausführung eines Wandteppichs für Högby, Schweden.
Crodel, Elisabeth = Elisabeth Crodel, geb. v. Fiebig: Stickereien und Applikationen
HB = HB-Werkstätten für Keramik, Marwitz bei Velten (vgl. Allgemeines Künstler Lexikon, Bd. 12, 1996, S. 395)
Jungebloedt = Mosaikwerkstatt Jungebloedt, Schulzendorf, Kreis Teltow
Königbauer = Keramische Werkstätten Königbauer, Gräfelfing Obb.
KPM = Staatliche Porzellanmanufaktur, Berlin
Kraus = Ernst Kraus, Glasmalerei Weimar
Pössenbacher = Anton Pössenbacher, Werkstätten für Innenausbau, München (vgl. Thieme-Becker 27, 1933, 184)
Steckner-Crodel = Werkstatt Steckner Crodel, Vera v. Claer, Emailarbeiten, Silber und Goldschmiede (vgl. Vollmer, 6, 1962, 430;; Ausstellungskatalog Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 1997; Vollmer, Bd. 6, S. 430 s.v. Steckner-Crodel; Allgemeines Künstler-Lexikon, Bd. 19, 1998, S. 347 s.v. Claer-Crodel).
Trenck: v.d. Trenk, München, Glasmalerei
Wagner = August Wagner. Vereinigte Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei (Puhl & Wagner), Berlin-Treptow
Zettler = Franz Xaver Zettler, Glasmalerei, München, Seidelstr. 25
Lexika
E. Bénézit, Dictionnaire critique et documentaire des peintres et graveurs, nouvelle édition, Bd. 2, Paris 1949, S. 735
Hans Vollmer, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts, Bd. 1, Seemann: Leipzig 1953, S. 494f.
Mc Graw-Hill Dictionary of Art, Bd. 2, Mc Graw-Hill: New York London Sydney Johannesburg 1969, S. 184
Die Große Enzyklopädie der Malerei, Bd. 2, Herder: Freiburg Basel Wien 1976, S. 624
E. Bénézit, Dictionnaire critique et documentaire des peintres et graveurs, nouvelle édition, Bd. 3, Paris 1976, S. 280
Lexikon der Kunst, Bd. 3, Herder: Freiburg Basel Wien 1987, S. 320
Lexikon der Kunst, Bd. 2, Seemann: Leipzig 1989, S. 47 f.
John Castagno, European Artists: Signatures and Monograms 1800-1980, London 1990, S. 161
Allgemeines Künstler Lexikon (AKL), Bd. 22, 1999, S. 283 s.v. Crodel, Charles.
Literatur
Charles CRODEL, Pilgerfahrt zu Edvard Munch 1934, in: Erhard Göpel, Edvard Munch. Selbstbildnisse und Dokumente, München 1955 S.54-61
Doris Schmidt, Glasmalereien von Carl Crodel in der Frankfurter St. Katharinenkirche, Frankfurt 1956
Alfred Hentzen, Wolf-Dieter Dube, Doris Schmidt u.a., Charles Crodel (1894-1973), München 1974
Cornelius Steckner (Hrsg.), Ch. Crodel. Kunst. Handwerk. Industrie, Hannover und Hamburg 1983, mit Beiträgen von Karl Schefold, Katja Schneider und Margarete Jarchow
Erika Lehmann, Graphik, Malerei und Kunsthandwerk von Charles Crodel. Umfeld, Leben und Werk, Diss. Halle-Wittenberg 1984
Cornelius Steckner, Charles Crodel. Das graphische Werk, München 1986 (Verlag Galerie Wolfgang Ketterer): 400 nachgewiesene Arbeiten; Bibliographie bis 1986 = 165 Nummern
Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 9 und S. 18 (Scheiben aus Merseburg, Delitzsch, Erfurt, Magdeburg).
Joachim Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich. Glasmalereien von Charles Crodel in Frankfurt am Main, Frankfurt 1988
Katja Schneider, Die Burg Giebichenstein. Die Kunstgewerbeschule unter Leitung von Paul Thiersch und Gerhard Marcks 1915 bis 1933, Weinheim 1992
Martina Rudloff und Cornelius Steckner, Gerhard Marcks und Charles Crodel. Eine Künstlerfreundschaft 1921-1933, Bremen 1992 (mit Ergänzungsbibliographie)
Burg Giebichenstein. Die hallesche Kunstschule von den Anfängen bis zur Gegenwart, Ausstellungskatalog Halle und Karlsruhe 1993
Charles Crodel. Kunsthandwerk. Zum 100. Geburtstag, Staatliche Galerie Moritzburg Halle (Saale) 1994 (mit Bibliographie)
Brigitte Klesse, Zwei Glasfenster von Charles Crodel für Ferdinand Möller, Kölner Museums-Bulletin, Heft 3, 1997, S. 21 - 34
Claus Pese, Mehr als nur Kunst. Das Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum, Stuttgart 1998, S. 52-55..
Marina Flügge, Glasmalerei in Brandenburg I, Wernersche Verlagsbuchhandlung Worms 1998.
Falko Bornschein, Die Glasmalereien von Charles Crodel im Dom zu Erfurt, Leipzig 1999.
Ingrid von der Dollen, Malerinnen im 20. Jahrhundert - Bildkunst der 'verschollenen Generation' Geburtsjahrgaenge 1890-1910, Hirmer Verlag Muenchen 2000, S. 70, 89f., 165, 293f., 319.[S. 89f. und 165 zu Elisabeth Crodel geb. v. Fiebig]
Hedwig Bollhagen – Charles Crodel. Briefe und Zeichnungen, Großpösna 2003.
Prof. Dr. Dieter Planck Landesdenkmalamt Baden Württemberg Mörikestr. 12 70178 Stuttgart Prof. Dr. Michael Petzet Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Hofgraben 4 80539 München Dr. Jörg Haspel Landesdenkmalamt Berlin Krausenstraße 38/39 10117 Berlin Prof. Dr. Detlef Karg Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege Brüderstraße 13 10178 Berlin Dr. Hans-Christoph Hoffmann Landesamt für Denkmalpfleger Sandstraße 3 28195 Bremen Prof.Dr. Manfred Fischer Denkmalschutzamt Imstedt 20 22083 Hamburg Jan Nikolaus Vierbrock Landesamt für Denkmalpflege Schloß Biebrich/Westflügel 65203 Wiesbaden Dr. Horst Siewert Amt für Denkmalpflege Parade 1 23552 Lübeck Dipl.Ing. Dieter Zander Landesamt für Denkmalpflege Puschkinstraße 34 19055 Schwerin Dr. Christiane Segers-Glocke Institut für Denkmalpflege Scharnhorststraße 1 30175 Hannover Prof. Dr. Udo Mainzer Rheinisches Amt für Denkmalpflege Ehrenfriedstraße 19 50259 Pulheim Dr. Wolfgang Brönner Landesamt für Denkmalpflege Göttelmannstraße 17 55130 Mainz Dipl.Ing. Johann Peter Lüth Staatliches Konservatoramt Schloßplatz 16 66119 Saarbrücken Prof. Dr. Gerhard Glaser Landesamt für Denkmalpflege Augustusstraße 2 01067 Dresden Dipl.Ing.Arc. Gotthard Voß Landesamt für Denkmalpflege Alter Markt 27 06108 Halle/Saale Dr. Johannes Habich Landesamt für Denkmalpflege Schloß 24103 Kiel Prof. Rudolf Zießler Landesamt für Denkmalpflege Petersberg Haus 12 99084 Erfurt Prof. Dr. Eberhard Grunsky Amt für Denkmalpflege Salzstraße 38 48143 Münster
Beispielseite
aus den Crodel-Tagebüchern mit frühen Entwürfen zu
Farbverglasungen mit Bildelementen aus der 1933 öffentlich
verbrannten Bühnenbemalung für Bad Lauchstädt von
1932. Bleistift und Aquarell, 20,8 * 17,2 cm, Eintrag vom 4.12.1934,
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg (vgl. Brigitte Klesse, Zwei
Glasfenster von Charles Crodel für Ferdinand Möller, Kölner
Museums-Bulletin, 3, 1997, S. 22).
55 Jahre Tagebuchaufzeichnung von Charles Crodel beginnen mit dem 8. November 1918, dem 21. Geburtstag von Elisabeth Crodel. Allerdings ist dies ein Nachtrag des tatsächlich am 27.11.1919 begonnenen Tagebuchs: "Der Beschluß dies Tagebuch zu schreiben - nur äußere Geschehnisse ! - wurde gefaßt und bis heute nachgeholt." Zunächst beginnt es als Text, wir aber schnell von der Chronik der laufenden politischen und kulturellen Ereignisse und der Reisen und Begegnungen zu einem alle Bereiche umfassenden ununterbrochenen zeitgeschichtlichen Bildchronik mit eingestreuten Autographen und Portraits u.a. ein mit der Feder gezeichnetes Selbstporträt von Edvard Munch. Oder da sind Eintragungen auch von Gerhard Marcks aus der Zeit der gemeinsamen Parisreise von 1926. Aber hauptsächlich sind die Tagebücher ein bilderbuchartiger chronologischer Katalog der eigenen Bildeindrücke, Konzepte und ausgeführten Werke. In sehr genauer Charakterisierung und doch in Briefmarkengröße sind Graphiken, Bilder, Keramiken und selbst monumentale Verglasungen farbig - meist als aquarellierte Bleistiftzeichnungen - festgehalten. Aus dem Tagebuch sind Auszüge zuerst veröffentlicht in der Zeitschrift "Kreis von Halle" (Charles Crodel, Aus den Reisetagebüchern eines Malers, Kreis von Halle. 1, 1930/31, S. 216-217) und durch Doris Schmidt, Das Sieb des Ichs. Der Maler und seine Tagebücher, in: Charles Crodel 1894-1973, München 1974, S. 12-29. Die Angaben des Werkverzeichnisse beziehen sich auf folgende Ordnung der Tagebücher:
I (8. November 1918 - 14. August 1922 )
Ia Reiseskizzenbuch Italien und Schweden (4. September 1921 - 20. August 1924 )
II (17. August 1922 - 28. Dezember 1927)
III (12. Januar 1928 - 14. November 1931)
IV (17. November 1931 - 15. Oktober 1934)
V (2. 11. November 1934 - 26. Oktober 1936)
VI (10. November 1936 - 28. August 1939)
VII (31. August 1939 - 3. April 1942)
VIII (5. April 1942 - 10. Mai 1944)
IX (12. März 1944 - 11. Juni 1946)
X (13. Juni 1946 - 2. Januar 1949)
XI (3. Januar 1949 - 3. Januar 1950)
XII (11. Januar 1951 - 27. Dezember 1952)
XIII (7. Januar 1953 - 24. August 1955)
XIV (27. August 1955 - 12. Juli 1959)
XV (29. Mai 1958 - 25. September 1968)
XVI (29. Juli 1959 - 12. Januar 1962)
XVII (17. Januar 1962 - 12. Juli 1965)
XVIII(10. Juli 1965 - 27. November 1968)
XIX (15. Dezember 1968 - 21. März 1973)
XX (14. Januar 1973 - 26. November 1973)
*Kurzbiographie *Architekten *Crodel über St. Jacobi (Hamburg) *Literatur *Werkstätten *Konservatoren und Kunsthistoriker *Verteiler Denkmalpflege *Sprungindex Werkverzeichnis

***
Sicher erhaltene Arbeiten
*+* Sicher ausgeführt, aber
zerstört
Das Werkverzeichnis wurde von Cornelius Steckner und Charles Crodel als Register zum Tagebuch begonnen. In der vorliegen Form ist es von Cornelius Steckner verfaßt. Christine D. Hölzig hat begonnen das Glasfensterwerk als Dissertation zu bearbeiten und Ergänzungen zum vorliegenden Verzeichnis geliefert.
TB = Tagebuch und Band (Kunstarchiv, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg) Sonstige Angaben zu Plänen etc. beziehen sich auf das Crodel-Archiv.
*** Ev. Dreifaltigkeitskirche Gotische Hallenkirche 1962-1963
8 Fenster
1 Sakristeifenster
Paramenten bzw. Altar- und Kanzeldecken
Thema: 150. Psalm Architekt Theo Kellner Mayer TB XVII, S. 5 (31.1.1962); TB XVII, 1963, S. 21 (Detail), S. 105 (Sakristeifenster), S. 131 Altardecken.
Mosaik Turmverkleidung TB, XIV, November 1955, S. 55; S. 67.
*** Refektoriumsfenster (früher Hauptkrankenhaus) 130/150 cm "Kreuzigung Christi" im Auftrage des Stadtbaudirektors Prof. Weber 1950 Mayer Zusätzlich: Schutzmantelmadonna TB XI, 2.7.1950, S. 103; Schutzmantelmadonna vielleicht TB XI, S. 125 November 1950. Fenster heute: Vincentiner Mutterhaus, Augsburg, Gögginger Str. 94.
Hauptpost Schrankbemalung 1940/1941 Architekt W. Schmidt Pössenbacher TB VII, S. 90 (14.-20.11.1940), S. 144 Zustand unbekannt.
*+* Goethe-Theater Gesamtauftrag an die Werkstätten der Stadt Halle Burg Giebichenstein zur Erneuerung der Kuranlage nach neuem Denkmalpflegekonzept in Bezug auf die Arbeiten von Karl Friedrich Schinkel.
Die Werkstätten der Burg Giebichenstein hatten zum Goethejahr 1932 den Gesamtauftrag zur Erneuerung von Bad Lauchstädt erhalten. Hans Wittwer leitete die Bauarbeiten und stimmte die Werkstättenarbeit mit Crodels Wandmalerei ab, die wiederum motivisch in den Kursaalbauten die Verbindung mit Schinkels Arbeit aufnahm. Es war ein denkmalpflegerisches Experiment - in Sinne Schinkels: "Historisch ist nicht, das Alte allein zu wiederholen, dadurch würde die Historie zugrunde gehen, historisch handeln ist das, welches das Neue herbeiführt und wodurch die Geschichte fortgesetzt wird" - das der mit Crodel gut bekannte Provinzialkonservator Hermann Giesau wie auch der Regierungspräsident Ernst v. Harnack trugen: es ging um die Überwindung historistischer Methoden durch Fortschreibung der Geschichte in die Gegenwart. Mit Ernst v. Harnack war das auch 1933 abgebrochene Vorhaben zur Erneuerung des Naumburger Doms geplant, wofür Crodel die Farbverglasung der Taufkapelle entwarf. Crodels Bad Lauchstädter Arbeiten bestanden nur ein Jahr, bis es 1933 parallel zu dem um Crodel in Berlin geführten Kunstauseinandersetzungen zur õffentlichen Verbrennung kam.
Hans Junecke, Die Groteskenmalerei im Lauchstädter Kursaal, in: Goethe-Almanach auf das Jahr 1969, Berlin und Weimar 1968, S. 218. C. Steckner, Kunstpolitik 1930 - 1933 am Beispiel des Malers Charles Crodel, in: Ausstellungskatalog: Zwischen Widerstand und Anpassung. Kunst in Deutschland 1933 - 1945, Akademie der Künste Berlin, Berlin 1978, S. 37 - 40 und C. Steckner, Das Schicksal der Arbeiten von Carl Crodel zum Goethejahr 1932 in Bad Lauchstädt, in: Carl Crodel. Malerei - Graphik - Kunsthandwerk. Staatliche Galerie Moritzburg Halle und Galerie am Fischmarkt, Erfurt 1982, S. 19-22 und Dokumenten zum Fall "Lauchstädt" S. 23-27.
Wandmalerei Bühnenwand und Bühnenbogen "Sage vom Orpheus" / "Spiel und Leben" und Perspektive: Kursaalanbau Lauchstädt (TB III, 3.7.1931, S. 232f.) - Variationen zu Goethes Eröffnungsschauspiel "Was wir bringen" und Goethes Farbenlehre. 1932 entstanden anläßlich der Erneuerung von Bad Lauchstädt zum Goethe-Jahr 1932 durch die Werkstätten der Stadt Halle Burg Giebichenstein
Auftraggeber: Provinzialverwaltung Merseburg; Regierungspräsident Ernst v. Harnack (1888-1945)
Oberaufsicht: Landesbaurat Petri, Hochbauamt Merseburg
Bühnenwand: Carl CRODEL
Beleuchtung: Karl MüLLER
Zerstört letzte Mainacht 1933 (Zerstörungsdokumentation in: Austellungskatalog Carl Crodel, Halle 1982) TB III, S. 232 3.7.1931; Ausführung 14.-17.10.1931 (TB III, S. 249)
"Lauchstädt 10. und 14.-17.10.31: der wackere Theaterwart Budig, der alte Malermeister Jahn und seine hilfsbereite, würstchenaufkochende, theewasseraufgießende Tochter Rosa. a) Grundieren des Zwickels mit einem Zinkweiß-, Leimwassergrund mit Firniszugabe (vorher Lithopon mit Leim (Sichelleim??) durch Jahn) über der "holzschnittartig" vorgemalten Vorzeichnung. Leinöl und Ei. Kaum etwas Wachs. 14.-16.10. b) Grisaillen. Der Gipsgrund, der gespachtelt[?] sein sollte, verkrachte elend. Stattdessen mußte graue Sichelleimfarbe heruntergewaschen werden. Anstrich von einer Mischung von Sichelleim und Gips. Gerben mit Alaun. Der Grund schmiert immer noch. Leinöl und Ei. Casein von Bolle-Berlin W; Casein + 1/10 gelöschter Kalk durch den Fleischwolf als Klebemittel (von Leinwand auf Wände z.B. in Lauchstädt) 1 Teil Casein und 6 Teile Wasser als Malmittel."
Hellmuth Allwill Fritzsche, Bad Lauchstädt als Kunstdenkmal, Kreis von Halle 2.1932 S.121-128; Giebichensteins Arbeiten in Lauchstädt, Saale-Zeitung 24.5.1932; Richard Crodel (Hrsg.), Das Goethe-Jahr in Weimar 1932, Weimar 1932; darin S. 38-42: Otto Kern, Der Lauchstädter Theaterverein 1908-1932, mit Hinweis auf: Bericht des Lauchstädter Theatervereins 8, 1932 Abb. S. 38: Goethe-Theater in Lauchstädt. Bühnenansicht mit den neuen Malereien von Ch. Crodel, Halle. Goethes Theater in Bad Lauchstädt, Bad Lauchstädt o.J. [wohl 2001: www.goethe-theater-bad-lauchstaedt.de ].
Auf die Vernichtung und Verbrennung am 31. Mai 1933 nachts geht ein die Rede des Kommissarischen NS-Landeshauptmannes Kurt Otto vor dem Provinziallandtag Sachsen in Magedeburg:
"Es wird alles geschehen, um im Bereiche der Provinzialverwaltung die hässlichen Spuren zu tilgen, die hier und da die jüdisch irre geleitete sogenannte moderne Kunstrichtung hinterlassen hat. Mit Empörung habe ich in dem altehrwürdigen Goethetheater in Lauchstädt feststellen müssen, daß dieser durch unsren großen deutschen Dichter geheiligte Raum in abscheulicher Weise durch Schmierereien verschandelt worden ist, die mit Kunst nichts zu tun haben. Ich habe angeordnet, daß die Kulturschande sofort ausgelöscht wird. Die Arbeiten sind bereits im Gange. Die Bühnenumrahmung des Goethetheaters wird in der Form wiederhergestellt werden, die ihr Goethe gegeben hat. Erblicken Sie in diesem Akt der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes dieses geheiligten Raumes das Sinnbild dafür, dass der Nationalsozialismus alles Artfremde und Schlechte aus den Kulturstätten des deutschen Volkes restlos austilgt."
(Magdeburgische Zeitung, 1.6.1933). Anfang Bad Lauchstädt.
***
Leitung: Hans WITTWER
Möblierung: Erich DIECKMANN
Beleuchtung: Karl MÜLLER
Vorhänge: Benita KOCHOTTE
Wandgestaltung: Carl CRODEL
Möblierung: Erich DIECKMANN
Beleuchtung: Karl MÜLLER
Vorhänge: Benita KOCHOTTE
Kachelöfen: Gustav WEIDANZ
TB V, S. 9 15.-17.1.1932 Lauchstädt. Malen der Embleme im Kursaalanbau. 15. Die 9 Rechtecke bis zum Putz freigelegt. Rohputz 1:3. Schrapplauer Kalk - Schafsteder Sand. 16. Feinputz (Kalk Dietz a.d.Lahn Schlesischer Marmorsand 1:3) Durchdrücken des Kartons
a) Haselnußstilleben erst bei b)
nach dem Durchdrücken des Cartons überziehen der Fläche mit (durchgesiebtem) Kalk - Kuhmilchanstrich etwa 1:1. Aufzeichnung mit Caput mortuum. Jetzt sehr viel leichteres Bügeln bei i) Auftrag des Feinputzes in 2 Schichten: 8 mm, darauf 4 mm. Bei der letzten 4 mm-Schicht durchsieben des Sandes.
Trotzdem blieb die Oberfläche rauher als bei den anderen Malereien. Vielleicht durch allzulanges Glätten mit dem Eisen?
bei e) schlechtes Bügeln. Wohl zu oft mit dem Milch-Kalkanstrich überzogen.
Munne [Elisabeth Crodel] bügelte mit sehr heißem Eisen "je heißer desto besser", nicht stehenlassen, sondern rutschen, bügeln den Farben nach: erst die einzelnen Farben einplätten, dann erst das Ganze.
Der Maurer Otto Ziegler war sehr interessiert und hatte den Gedanken mit dem zweischichtigen Feinputz, um der Rißbildung noch mehr zu begegnen. Die sich stets zeigenden Rißchen setzte ich nach dem Cartondurchdrücken und vor dem Mich-Kalk Überzug mit dicker Kalkmilch mit dem Finger zu."
Den Zusammenhang mit den Malereien Schinkels bei: Hans Junecke, Die Groteskenmalerei im Lauchstädter Kursaal, in: Goethe-Almanach auf das Jahr 1969, Berlin und Weimar 1968, S. 218:
"Diesem bei aller Fragwürdigkeit der Erhaltung, bei aller Bescheidenheit der aufgewendeten Mittel meisterhaften, aber kaum beachteten Werk hatte Charles Crodel in den Wanddekorationen der Nebenräume eine in der Empfindung ebenbürtige, in der Ausführung weit überlegene Schöpfung hinzugefügt, die der Wandausdeutung von 1780 wieder näher war als dem abstrakten Hochklassizismus. Diese Arbeiten sind der Barbarei des Dritten Reiches zum Opfer gefallen."
Ansicht ders Kursaalanbaus mit den Wandfeldern von Crodel - mit Supraporten-Durchsicht auf die von Schinkel entworfene Decke des Kursaales (vgl. K. Schneider, Burg Giebichenstein, Weinheim 1992, Tafelband, S. 167.
Versuche zu einer 3-Fenstergruppe TB XIII, S. 194 (August 1955).
St. Nikolai Überlegungen zu Wandgestaltung und Fenstern TB XIX, S. 30-31 (13.6.1969).
Erholungsheim der Deutschen Reichspost Keramik-Scheiben für Treppenhaus des Erweiterungsbaus 1939 HB Siegfried Thümmel und Erich Schmidt TB VI, S. 256 (6.3.1939), S. 268 und 283 (8.1.1939), S. 288 Vgl. Zentralblatt der Bauverwaltung 61, 1941, S. 574 Abb. und: Walter Schmidt, Erholungsheim der Deutschen Reichspost für weibliche Gefolgschaftsangehörige in Bad Saarow, Moderne Bauformen, 40, 1941, S. 285-310, Abb. S. 302-303. vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 73. Abb.).
*** Ev. Kirche
1 Fenster mit 8 Feldern (in der Ehrenhalle für Gefallene)
1960-1972 Mayer Architekten Jäger - Gries, Hamburg TB XVI, Juni 1960, S. 169; TB XIX, S. 122 (August 1970) Erläuternder Brief dazu von Crodel 25.6.1972.
*** Sanatorium Dr. v. Mengershausen (Tannerhof)
Putzmosaik
5 Schliffenster
Decken-Lampe
1953/54 Wagner TB XIII, S. 58-59 (27.7.1953); Zusatzentwürfe TB XVIII, S. 190-191 (16.11.1967); TB XIX, S. 228 (18.1.1972), S. 232, S. 247. Der "Fastensaal" ca. 9 x 9 Meter wird durch 5 Fenster beleuchtet; hier sind Mattglasscheiben mit Glasschliff eingesetzt: (1) Wasser, (2) Schnee, (3) Sonne, (4) Regen, (5) Wind. Als Signatur ist bei 1 die Leiter verwendet. Eine Seitenwand mit Türdurchbruch trägt eine Putzmosaik mit dominierenden Türkistönen und Gold. Zum Fenster hin ist eingesetzt: "ENTW. CARL CRODEL MÜNCHEN. MOSAIK AUS DEN WERKSTÄTTEN AUGUST WAGNER BERLIN 1953". Die Wand wird durch ein durchlaufendes, jägerzaunartiges Kreuzmuster in der unteren Zone gebunden, darüber entflechten sich Bildgruppen: Vogelbauer und Specht, Hund, Angel mit Frosch und Besteck. Im Zentrum des Raumes eine Schlifflampe (Strahlenkranz) in Metallfassung.
Berlinische Galerie
Putzmosaik "Café Storch" -> Berlin
Frühes Glasfenster "Madonna" (von Eberhard Roters zugeschrieben)
Archiv Wagner: Entwürfe.
*** Deutsche Bauausstellung 1931
Von Bruno Paul geleitete Berliner Sonderausstellung "Maler und Bildhauer am Bau" im Rahmen der Bauausstellung; Abb. in: Die Weltkunst Jg. 5, 1931, Heft 23, S. 8.; Erwähnung in der Autobiographie Bruno Paul (erschienen?). Die Ausstellungshalle der Deutschen Bauausstellung 1931 wurde von Mies van der Rohe erbaut.
Die Vereinigung "Maler und Bildhauer am Bau" könnte in der Nachfolge des "Künstlerbundes für Glasmalerei" stehen (Th. Heuss, Der Künstlerbund für Glasmalerei, Die Kunst 26, 1913, S. 129ff.) TB III, S. 224, 28.4-10.5.1931: Malen des Bildes unterm Juni 1930 in der Berliner Bauausstellung Halle 7. S. 227: Sockelzone des Wandbildes. Das Wandbild war Hintergrund eines in den Steingutfabriken Velten-Vordamm fertiggestellten Keramikkamins. Mitglieder der Vereinigung Maler und Bildhauer am Bau: Jankel Adler, Rudolf Belling,Hans Breinlinger, Charles Crodel, Ernesto di Fiori, Ernst Fritzsch, Georg Garbe, Ludwig Gies, Peter Hecker, Otto Hitzberger, Karl Hofer, Bruno Krauskopf, Gerhard Marcks, Robert Pudlich, W. Schmidt (wohl Walter Clemens Schmidt, geb. 1890), Milly Steger.
*** Galerie Ferdinand Möller
Supraporte (Glasfenster)
1936 Wagner TB V, 287 (1.3.1936: "Fenster für Galerie Möller, Berlin") Mit Dipl.Kfm. Schlächter 2 Scheiben - "Schafschur" und "Familienbild", zunächst in Galerie und Privathaus M. in Berlin, zuletzt in Kön montiert. Vgl. Eberhard Roters, Galerie Ferdinand Möller 1917-1956, Berlin 1984, S. 71, 72, 85 mit Abb. des Wohnhauses und der Frau und Töchter, die auf dem Glasfenster abgebildet sind; Brigitte Klesse, Zwei Glasfenster von Charles Crodel für Ferdinand Möller, Kölner Museums-Bulletin, Heft 3, 1997, S. 21 - 34. (Scheibe in Besitz des MAK in Köln ).
Haus Levin TB III, S. 70 22.9.1928: "In der hübschen Levinschen Wohnung in der Burggrafenstr. Nehme die Maße für das Eßzimmer, das als "Berliner Zimmer" (allerdings noch etwa aus den 50er Jahren) schwierige Lichtverhältnisse hat. In der Juryfreien. Spreche mit Osborn u. Alfred Kuhn." Nicht ausgeführt; TB III, S. 71 Grundriß 1:100, Wandabrollung des Raumes 7,80 x 6,50 x 4,30 m.
*+* Deutsche Werkstätten Kurfürstendamm 47
Planspiegel-Schliff
1940, zerstört 1945 TB VII, Juni 1940, S. 56 vgl. Neue Räume und Möbel der Reinger K.G., Berlin, Moderne Bauformen, 40, 1941, Abb. S. 325 [Planschliffspiegel als Rückwand eines Musikzimmers].
Entwurf zu 4 großen, hochformatigen Leinwandbildern für Wand; Bild 1 Ringer ähnlich wie Plastik Ringer und Orpheus von Gerhard Marcks; Bezug Olympiade oder Atelierbau Gerhard Marcks in Berlin? Ein Bild im Nachlaß Crodel erhalten. TB V, S. 175 (nach 24.10.1935).
Entwurf für Wagner, Berlin Singende ähnlich Vorentwurf für Naumburg 1932 TB V, S. 66 (vor 11.4.1935).
Weihnachtsbild für Wagner, Bezug unklar. TB VI, S. 11 (28.11.1936).
Glasbild Vögel und Kinder 26,7 * 36,4 cm Wagner, Berlin Abb. Titelblatt Illustrierte "neue linie" TB V, S. 232 15.4.1936.
Kinderheim Skalitzer / Wrangelstraße TB VI, 266 (1.5.1939) und 268, S. 282, 288 (6.-7.5.1939) Keramik mit HB, wohl zerstört? vermutlich Kinderheim der Reichspost.
Mütterheim der Reichspost Heerstraße 103 u.a. Vasen mit HBTB VI, S. 147 (vor 19.12.1937) und VII, 216.
Post-Projekt, wohl mit Schmidt und HB? Pillkellerallee 1 u. 2 Abnahme 6.6.1941 TB VII, 216.
Bayerhaus Kurfürstendamm 178 Vorschlag für Putzmosaik WagnerTB XII, S. 56 (Mai 1951).
Schillertheater Vorschlag zu einem Putzmosaik TB XII, S. 5 (Februar 1951).
Ehemalige Jugoslavische Botschaft Schliffspiegel und Mosaik (?) WagnerTB X, S. 24 (31.8.1946) Mosaik; S. 68, S. 88 (März 1947) Vgl. Probestück bei HB (Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 31).
Deutsche Treubau-Gesellschaft (oder Treuhand?) Schliff-Fenster Bauleitung: Reichsbankdirektion 1941 (Lützowufer 8, zerstört 1945) TB VII, S. 122 1941.
*** Kath. St. Hedwigskrankenhaus Fenster der Kapelle und Mosaik 1944-1946 WagnerTB IX, Januar 1946, S. 204-205; TB X, S. 45 (Nov. 1946) An den Seiten Engel in durchfallendem Licht; bei auffallendem Licht Silberglasscheiben-Wirkung H. Junecke, Mosaiken und Glasmalereien der Gegenwart, Zs. für Kunst, 1950, Heft 4, S. 279, Abb. S. 282.
Künstlerhaus Möwe, Luisenstraße 18 Putzmosaik (Probe), Gesamtauftrag wg. Währungsreform nicht ausgeführt WagnerTB VII, S. 160 Dez. 1941; TB X, S. 185 (9.4.1948), S. 197, 216 Erhalten Papageienmosaik Nachlaß.
Kasino des Ernährungsministeriums Behrensstr. 68-70 (zerstört) Schliffglasfenster 1940 Wagner TB VII, S. 43 (April 1940).
Privathaus (?) TB XI, S. 112: Mosaik-Ecke Leipziger-Wilhelmstraße (2.-5.8.1950) und Kachelofen (B XI, S. 94) Architekten? Henselmann und Bernhard Hopp, BDA.
Neuer Standortfriedhof, Neukölln; geweiht 1941 Lilienthalstraße (Hasenheide, Neukölln) Deckengestaltung der Eingangshalle Friedhofskapelle von Wilhelm Büning (Zusammenarbeit bereits auf der Juryfreien vgl. Brunnenkapelle, Erfurt) vgl.: Berlin und seine Bauten, 1981, S. 64f., S. 99. (an der katholischen St. Johannesbasilika) Deckenbemalung 1941 WagnerTB VII, S. 111 Februar 1941 und S. 113 (6.3.1941) Vgl. Reclam Berlin, S. 365.
*** Evangelische Kirche
Weihnachts und
Tauf-Fenster
1948 Wagner TB IX, S. 208 (Feb. 1946); TB X, S. 4 (August 1946); TB X, S. 120. Reclam Berlin, 1977, S. 367; Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalereien der Gegenwart, Zs. für Kunst 1950, Heft 4, S. 26, Abb. S. 28 bzw. S. 276, Abb. 274.
Dorfkirche Dahlem, Cecilienstraße 19-21 Entwürfe für Verglasung WagnerTB IX, S. 208-209 (Februar 1946).
*** Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche, ev. Mosaik 1956/1957 Wagner Architekt Senatsbaudirektor Ludwig Lemmer. Fertiggestellt zur Internationalen Bauausstellung Berlin 1957. Stifter: Oberbürgermeister Strauss Hansaviertel 1000 Berlin 21 TB XIV, Februar 1956, S. 82; August 1956, S. 131, S. 155; TB 1957, S. 191, S. 215f.; Reclam Berlin, 1977, S. 322 M. Fritz, Kirchenführer Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche, Berlin 1991, S. 12. Für andere, bislang nicht identifizierte Projekte der IBA 1957 schuf Crodel Baukeramik.
*** Ev. Dorf-Kirche 2 Ost-Fenster 1946 Wagner TB IX, 1946, S. 45 (?), S. 215 (März 1946) Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 28, Abb. 30 (= S. 276 Abb. 275); Dehio, Berlin / Potsdam, 1983, S. 102 (In den 2 Ost-Fenstern Glasmalereien von Carl Crodel, 1946); Reclam-Berlin, S. 167 zum Querschiffanbau von 1934/35; Bau- und Kunstdenkmäler der DDR, Hauptstadt Berlin II, Berlin 1987, S. 93.
*** Ev. Dorf-Kirche 12 Fenster 1948 Wagner TB 1948, S. 143 Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 28 (bzw. S. 276).
*** Kat. Kirche St. Martin 26 Fenster und 9 Rundfenster Mosaikwand, Emailarbeit für den Altar 1942-1946; Ausführung August Wagner, Werkstatt Steckner-Crodel, Elisabeth Crodel (Antependium und Weißstickerei, 87 * 248 cm) Einweihung 15.12.1946 TB VIII S. 64-69 (Oktober 1942); S. 112 Schutzmantelmadonna für Kaulsdorf; TB VIII, S. 159 (Oktober 1943) Mosaikwand; TB X, S. 57 (7.12.1946) Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 12, 14 (= S. 262, Abb. 260); Dehio, Berlin und Potsdam, 1983, S. 96 (Die Glasfenster von 1943 von Carl Crodel, die der Taufkap. 1930); Reclam Berlin, S. 181; Bau- und Kunstdenkmäler der DDR, Hauptstadt Berlin II, Berlin 1987, S. 257.
*** Hakeburg sicher ausgeführt, Hinterglasmalerei, Bodenvasen, Kachel-Tische, Holz-Intarsien, Keramik und Putzkeramik mit HB 1937-1938 TB VI, S. 120 Porzellankabinett(4.10.1937), S. 121, 122, 123. Zunächst Projekt zu einem Porzellankabinett in Zusammenarbeit mit KPM, durch Crodel an die HB-Werkstätten vergeben. Zentrale Bildgruppe: die Windsbräute, Skizzen u.a. S. 124 (während Weißwasseraufenthalt 20.10.-29.10.1937)bzw. S. 127 (Skizze Windsbräute) vor 2.11.37 vgl. Glasvase im Badischen Landesmuseum Karlsruhe; S. 185: Abnahme des Windfanges am 14.5.1938; S. 153 (Januar 1938) Intarsien; S. 215 Raumgestaltung Abb. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994 (Intarsien S. 15; Windfang S. 30). Teilrestaurierung durch HB 1960. Neue Dokumentation zur Zusammenarbeit mit Walther Schmidt (1899-1992): Hubert Faensen: Hightech fuer Hitler. Die Hakeburg, Berlin 2001, S. 45, 112, 116, 119, 125, 126, 176. Zu Schmidt vgl.Hans Eckstein, Neue Postbauten in München und Bayern. Tradition und Modernität im Bauen, Kunst der Nation, Jg. 2, Heft 11 (1.6.1934), S. 1-3. vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 72 Abb.; H. Faensen, Hightech für Hitler. Die Hakeburg - Vom Forschungszentrum zur Kaderschule, Berlin 2001, S. 45).
Forschungsanstalt der Reichspost Entwürfe zu Steinmosaiken mit Elementardarstellung WagnerTB VI, 245 (6.1.1939); TB VII, S. 31 (27.1.1940). Vgl. H. Faensen, Hightech für Hitler. Die Hakeburg - Vom Forschungszentrum zur Kaderschule, Berlin 2001, S. 111).
*** Ev. Kreuz-Kirche 3 Chor-Fenster; 4 ornamentale Rundscheiben 1948-1949 WagnerTB X, S. 143 (22.10.1947); S. 173-174 (Februar 1948) Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 28 (= S. 276); Marina Flügge, Glasmalerei in Brandenburg I, Wernersche Verlagsbuchhandlung Worms 1998.
*** Café Storch Putzmosaik, Gitterwerk mit Störchen 1956 Wagner Architekt Rainer Semrau TB XI, S. 112 (August 1950) TB XIV, S. 162. Abb. in Konditorei und Café, 8, 1951, S. 157 Probe=Putzmosaik in: Berlinische Galerie, Berlin.
Kath. Kirche zur Heiligen Familie Apsismosaik und Fenster-Projekt, Stützenverkleidungen in Mosaik 1946 TB IX, März 1945, S. 94f.; TB X, 1946, S. 5.
Dominikanerkloster St. Paulus Fenster 1946 Wagner TB X, S. 45 (November 1946).
Ev. Kirche (Dorfkirche) Fenster 1948 Wagner Im Tagebuch nicht identifiziert.
Lutherkirche, Annenstraße
8 ornamenatale Schiffenster
Fenster 1946 Wagner TB X, S. 45 (November 1946) Beschreibung der Ausführung, S. 45 auch Annenkirche genannt; TB XI, S. 135.
*** Heereszeugamt
Keramikplatten im Treppenhaus
HB 1942; zerstört 1945 TB VII, S. 166 (21.1.1942) Laut Tagebuch aus dem Schutt gerettete Einzelplatten (Portrait Hedwig Bollhagen) u.a. im Kunstgerwebemuseum Berlin. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 16; vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 73f. Abb.).
Heeres-Bauamt Keramik-Wandplatten mit HB 1940-1941; zerstört. Aus dem Schutt gerettete Einzelplatten (Stilleben) u.a. im Kunstgewerbemuseum Berlin. 1945 TB VII, S. 54 u. S. 81 (4. Juni 1940); vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 68. Abb.).
Entwurf Rechteckscheibe, senkrechte Streifen mit figürlichen Einschlüssen, für Privathaus? Berlin-Treptow TB XI, S. 10, Farbskizze 1:20.
*** Mosaikwerkstätten August Wagner Kiefholzstr. 72
Putzmosaiken und Fenster in den Privaträumen
1950, zerstört 1972 bei Abriß der Fabrik Wagner Vorentwürfe aus Belvedere-Projekt entwickelt? TB VII, S. 115 (3.4.1941); TB XI, S. 83 (24.-28.3.1950) Abb. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 21; Dokumentiert im Film von Walter Schlöndorff: Ich bin ein Elephant Madame (?).
Adolf Stöcker-Stiftung (heute: Stephanus-Stiftung)
Farbverglasungen
1949 Wagner TB XI, S. 54 (Oktober 1949).
*** St. Gertrauden-Krankenhaus
Fenster der Kapelle
1945, Ergänzung 1973/1974 durch Mayer TB X, S. 61 (28.12.1946), S. 74 (Februar 1947); S. 153 (26.11.1947); TB XX, S. 67 (8.10.1973) Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 13, Abb. 13 u. 14; Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 20 (= S. 262, S. 264, Abb. S. 263).
Haus der Ministerien Leipziger / Otto-Grotewohl-Straße Wandbild (?) 1950 TB XI, S. 87, 113, 123: 24.-26.10.1050 Abgabe des Entwurfs für die Wand im Haus der Ministerien.
Kammer der Technik Intarsien Mosaiken 1951Wagner Diplom.Ing. Eugen Schleicher
4 Elemente
mit Jungebloedt TB XII, S. 19 (Mai 1951); S. 55 (Januar 1952)
"Wer leuchten will, muß brennen" (Mosaik)
Entwurf früher im Besitz der Akademie der Künste, Ostberlin TB XII, S. 19 (Mai 1951); S. 55.
Postministerium Berlin-Ost?
Keramische Einlagen für Treppenwangen
1949 HB TB XI, S. 52f. (Oktober 1949).
1937 Berlin; Mitarbeit durch Wagner?
*** Evangelische Kreuz-Kirche vor Bernterode
Flügelaltar mit 2 Predellen (Anbetung der 3 Könige, Stiftung von Crodel;
3 Schifffenster
1 Apsisrundfenster
1958-1963 TB XIV, S. 284-285, Oktober 1958: Gesamtansicht Flügelaltar: S. 347; TB XVI, S. 107 a (November 1959); Fertigstellung Rundfenster TB XVI, S. 143 (5.4.1960); TB XVI, S. 347 Altar (8.1.1962); TB XVII, S. 104 April 1963 Schifffenster. Hinweis in Korrespondenz zum Altar Mutzschen im Archiv für bildende Kunst, Nürnberg. Vgl. Mutzschen, Salem-Köslin (Minden) und Ronneburg.
Mariologisches Fenster Entwurf TB IX, September 1944, S. 36 und S. 75.
Neustädter Marienkirche Überlegungen zu Chorverglasung TB XIV, S. 269 15.4.1958.
Johannesstift der Inneren Mission, Haus Wehme Wandmalerei Feste des Jahres
Wandmalerei auf 20 Sperrholzplatten 150 x 160 cm 1942 TB VIII, S. 188 (Januar 1944).
*+* Freizeitheim Bürkle-Bonlanden Glasmalerei für den Baderaum 1943 Wagner TB VIII, 1943, S. 181 Die von Herrn Bürkle errichteten Anlagen in Filderstadt-Bonlanden sind zerstört.
*** Bundespostministerium Koblenzerstr. 81
Zehn Säulen mit Ornament-Schliff (Detopak) mit Vergoldung
1954 Oberpostbaurat Trimborn und Baurat Schußler Wagner TB XIII (August 1954) S. 117; S. 138, S. 144 (7.12.1954) Abb. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 32; vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 76 Abb.).
*** St. Andreas, ev. luth. Kirche Gesamtverglasung:
5 Chorfenster (3-lichtig 6,80 * 1,85)
16 Schiffenster (3+4-lichtig ca. 7,50 * 2,00)
1 Rundfenster
1960-1973
Mayer TB XIV, S. 279 (August 1958); Programm TB
XVI, S. 109 (12.1959), S. 173 (März 1963), genehmigt
31.5.1963); TB XVII, S. 133 (August 1963); Probefenster: TB
XVII, S. 144 3.10.1963; TB XVII, S. 173 Gesamtprogramm; S.
196-197 Abnahme; TB XVIII, S. 10 (August 1965); TB
XIX, S. 164-165 (16.4.1971)
Der Sonntag, Braunschweig, 23. Mai
1965; Pfarrer Gläser, Unsere Kirchenfenster, in:
Ev.-Lutherische St. Andreaskirche Braunschweig-Wollmarkt,
Gemeindebuch zum 23. April 1965, S.22-24; Reinhard Dorn, St.
Andreas in Braunschweig, München und Berlin 1974, S. 14
(=Große Baudenkmäler Heft 277); Pfarrer Gläser,
Faltblatt Kirchenfenster, Taufe und Altar in St. Andreas,
Braunschweig o. J.
St. Magnikirche Entwürfe Ornament-Fenster mit figürlichen Elementen 1937 und 1959 Architekt Krüger TB VI, S. 145 (4.12.1937 und 22.1.1938); TB XIV, August 1958, S. 279; Januar 1959, S. 321.
*** Dom St. Petri
Nordkapellen- Fenster, vierlichtig "Anbetung der Hl. Drei Könige"
1952/1953 Mayer Architekt Horst Keller TB XII, S. 76 (April 1952); TB XVI, 177 8.8.1960 Beschriftung im Fenster u.l.: "Dem Andenken unserer Mutter Marie Waldthausen und unserer Tochter Hedwig Noltenius / Gurd und Ully Waldthausen / Anno Dom 1953"; signiert: "Ch. Crodel". Lit.: Walter Dietsch, Der St. Petri-Dom zu Bremen, Bremen o.J.; Johann Christian Bosse - Hans Henry Lamotte, Der Dom zu Bremen, 1982 (= Große Baudenkmäler Heft 340).
Dorfkirche, Büchen, Schleswig-Holstein Entwurf Marienfenster 16-teilig 2,50 * 3,20 Architekten Hopp und Jaeger bzw. Jaeger und Gries TB XVII, Oktober 1963, S. 146 Kostenvoranschlag 11.1.1968.
Kirche Entwürfe für 3 Fenster H= 5,90 1955 Architekt Peter Nieß TB XIV, S. 56 (Nov. 1955), S. 58 (19.11.55); Entwürfe am 15.12.1955 bei Architekt Nieß eingetroffen).
*** Landeskrankenhaus Gobelin 1952 Nürnberger Gobelin-Manufaktur.
St. Petri 1971 Entwürfe ? Zusammenarbeit mit dem Kirchlichen Kunstdienst in der Ev. Akademie Hamburg, Joachim Pause.
*** a. Fenster in der Spitalkirche (Hospital, Altersheim) b. 4 Fenster der Kapelle 1950 Müller, Quedlinburg Kirchenfenster jetzt im Kreis-Museum Delitzsch (Schloß). Ein Fenster ausgestellt Erfurt 1988 (Katalog "Architekturbezogenes Glas", S. 18, Nr. 2: "Verkündigung an die Hirten / Anbetung der Könige / Taufe Christi / Abendmahl / Kreuzigung / Auferstehung" TB XI, Februar 1949, S. 8 (dort 3-Fenstergruppe wie Querfurt); 1950, S. 54; XVI, S. 185, 12.6.1964 Die Fenster jetzt im Kreis-Museum Delitzsch (Schloß); vgl. Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18 Nr. 2.
Wallfahrtskirche St. Marien Entwurf für Marienfenster 1943-1944 WagnerTB VIII, S. 66-67 (November 1943) TB IX, September 1944, S. 35; S. 62.
*** Fenmeldeamt 2
Bundesadler / Email
1958 Architekt Postbaurat Rosenauer Oberpostdirektion Düsseldorf, Steinstr. 5-9 Werkstatt Steckner-Crodel TB XIV, S. 252 Februar 1958; TB XVI, S. 154 (9.12.1963); vgl. Nachlaß LN 949.
Deutsche Treuhand-Gesellschaft (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) Alexanderstr. 34 /36
Mosaik
1963-1964 Mayer Architekt Dipl. Ing. Hans Herlan, Düsseldorf TB XVII, 9.12.1963, S. 154 Mosaik für ein Verwaltungsgebäude in Düsseldorf.
Nikolai-Kirche Fensterprojekt Gesamtverglasung TB XVI, S. 301 August 1961; TB XVI, S. 342-343 (Januar 1962).
St. Alexandri Entwürfe 1965 / 1971 TB XVII, November 1965, S. 28 und 30, S. 88-89 (21.8.1966).
*** Ev. St. Thomas
1 Altarfenster (Wunder des Thomas und andere Themen)
10 Seitenfenster mit kleinen Einlässen (aus eigener Tasche bezahlt)
1 kleines Fenster im Warteraum ohne Glasmalerei.
1963-1964 Mayer Architekt Werner Thee TB XVII, 1963, S. 86; 1963, S. 167; TB XVII, S. 167 (23.12.1962) Übersicht über Farbeinlässe.
*** Dom
a. Fenster hoher Chor; Ergänzungs-Fenster 14 und 15 (Hl. Elisabeth und Apokalypse)
b. Westen: Cäcilienfenster
c. Norden: Kreuzverehrung, fünf Freuden Mariae;
d. Süden: Ergänzung der Wolfram-Fenster
e. 5 Probefenster 1959.
Faltblatt zum Restaurierungsprojekt 1994 - 1997 mit Detail aus dem Marienfenster, Zustand 1944:
Exemplarisches Restaurierungsprojekt in der Verbindung von Mittelalter und Klassischer Moderne wie im Halberstaedter Dom 1936. 1959-1963 Müller TX XIV, S. 341f. (Hochchor, Fenster 14 und 15); Probefenster TB XVI, 4.9.1959, S. 27; TB XVI, S. 324-325 fünf Freuden Mariae; Caecilienfenster, Kreuzverehrung; Auftragserteilung Caecilienfenster TB XVII, S. 23 (April 1962); TB XVII, S. 203; TB XIX, S. 64 (16.10.1969) Beobachtungen zur Schwarzlotzerstörung, vgl. Erhard Drachenberg. Zur Erhaltung der mittelalterlichen Glasmalerei im Erfurter Dom und zu den Problemen ihrer Sicherung, Neue Museumskunde 1983, 104ff.; Klaus Mertens, Der Dom zu Erfurt, 8. Aufl. 1979 (=Das Christliche Denkmal, Heft 21/22), S. 57 nennt "Professor Krodel"; Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18, Nr. 4 (Farbabbildung S. 17). Falko Bornschein, Die Glasmalereien von Charles Crodel im Dom zu Erfurt, Leipzig 1999.
*** Hospital am Johannesring (Juri Gagarin-Ring)
Wandmalerei St. Georg / St. Martin
Details wiederholt im Graphischen Werk, Werkverzeichnis Nr. 294 (Erfurt mit Sichelmond), Nr. 295 (Erfurt mit Wappenschild), Nr. 296 (Dom und Severi) 1926 Farb-Entwurf der Gesamtwand TB II, vor 4.1.1926: Bemaßung Höhe: 5,97 Breite 4,60; Konkurrenzausstellung: TB II, 26.1.26: "In Erfurt waren die eingegangenen Entwürfe zur Wandmalerei im Hospital zu sehen - Das war wirklich komisch"; Auftragserteilung um 22.2.1926, Ablieferung des Cartons 20.3.1926; 7.3.1926: "Nun ist die erste 'Cartonwoche' vorüber, das Mittelstück und die rechte Hälfte fast fertig in der Aufzeichnung." 20.3.
"Gestern ist auch das Farbige noch fertig geworden." Und am 7.1.1927: "Wir [Crodel und Koch] waren dann im Hospital. Die Wandmalerei dort schien ihm zuzusagen."
Hermann Giesau, Der Cicerone 18, 1926, Heft 15, S. 534; Curt Glaser, Zwei Wandmalereien von Charles Crodel, Kunst und Künstler 24, 1925/1926, H 6, S. 245-246; (Dr. Deile?), Die Erfurter Hospitäler, Erfurt 1930, S. 79-81; Charles Crodel, Jena 1994, S. 17; Architekturführer DDR. Bezirk Erfurt, Berlin 1979, S. 33.
*** St. Jacob-Schotten (St. Nikolaus und Jakobus) Chorfenster und in den Seitenschiffen 2 * 4 Fenster mit farbigen Einschlüssen in Butzenscheiben; Anordnung heute falsch, vgl. die Originalkartons bei Kraus. 1968 Kraus, Weimar TB XVIII, 1968, S. 245; TB XIX, S. 43 (Juli 1969) Architekturführer DDR. Bezirk Erfurt, Berlin 1979, S. 29; Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18, Nr. 6 Dreischiffige romanische Pfeilerkirche. 1954/64 umfassende Sicherung. Altar und Tabernakel von F. Schötschel.
*** Villa Arthur Wolff Wandmalerei: Jagd der Diana (Bezug: Diana Wolff?) Regierungsstraße 43 1932 Architekt Th. Kellner. Heute zur Orthopädischen Klinik, Regierungsstraße 42 a gehörig. Entwurfskarton oder Zeichnung wahrscheinlich im Angermuseum, Erfurt. Zusammenarbeit mit den Werkstätten der Stadt Halle Burg Giebichenstein wie Gotha? Vorgeschichte des Auftrags?: Wandabrollung für Erfurt TB IV, S. 82-83 mit Grundriß des rechteckigen Raumes 4,40 x 6,05 x H 3,05 (nach 12.10.1932) Motiv sitzender Flötenspieler schon TB IV, S. 5 (24.12.1931): grauer Sockel, darüber Felder mit roten Randleisten; nach oben durch rote Rechtecke abgesetzt. Aufenthalt TB IV, S. 89: 10.-13. November Erfurt. Christliches Hospiz, Regierungsstraße 64; Einzelmotive (Ringer, Flötenspieler: TB V, S. 100-101 Januar 1933). Sichere Nennung: TB V S. 268: Eßzimmer Haus Arthur Wolff 29.-30.5. 1936 (dann Augustinerkirche#); Wandabrollung mit Raummaßen S. 252 (29.-30.5.1936); TB VI, S. 53 (30.4.-9.5.1937) Ausführung der Wandmalerei mit Rezeptur.
Brunnenkapelle am Fischersand. Ausführung der Kartons für die Juryfreie Kunstausstellung Berlin im Tagebuch gesichert; Ausführung und Zerstörung in Erfurt nach Magda Kunze, dann bei der Renovierung anläßlich der Übergabe an das Priesterseminar 1952 übertüncht *+* 14 Stationen Karton fertigestellt in Halle in der Scheune von Gut Grimritz bei Gerhard Marcks, der dazu Modell stand. Foto des Kartons von Finsler. Nachfolge der Darstellung z.B.: Katharinenkirche in Frankfurt. TB II 2. Nov. 1926 Berlin bei Waetzoldt wegen des Erfurter Kartons; TB II (nach 7.1.1927); TB II, 21.2.1927; 16.3 (12. - 14. Station); TB II. Mitte August 1926 Wand 1:100; 7.1.1927; 2.4.1927; 4.4.; 5. u. 6.4. (Juryfreie Kunstschau 1927 Abteilung Religiöse Kunst, Leitung Architekt Büning, Kat. Nr. 1164) ; 9.5.; TB II, 28.12.1927:
"Man hat sich um den großen Staatspreis beworben, zum dritten Mal und dazu aus der Stationenreihe Nr. 10 und 11. (Jesus seiner Kleider beraubt, Jesus wird ans Kreuz genagelt), ein Bild mit Puten (8. Augsut) und 3 Landschaften geschickt."
Barfüsserkiche (ehem. Klosterkirche der Franziskaner) Chorfenster: Zusammenarbeit mit Konservator Giesau u. Stadtrat Halfmann, TB VI, 3: 17.-19.11.1936 Erfurt; S. 12: 25.11. Nov. 1936: Reichskunstkammer bei Gottlob Schneider. Kirche im 2. Weltkrieg zerstört TB VI, S. 3 (17.-19.11. 1936, S. 18 Januar 1937 Dreischiffige gotische Basilika, 1944 ausgebrannt: TB IX, S. 150: "30.7.-1.8.45 Erfurt. Man sieht das Innere der zerstörten Barfüßer-Kirche."
Augustinerkirche (Reglerkirche) 2 farbige Entwürfe für Deckenbemalung Architekt Theo Kellner TB V, S. 250 Skizze der Architektur und der Decke in Taubenblau Mai 1936; TB VI, S. 3 14.11.1936) Deckenmalerei und Blankverglasung Westfenster (Der Bezug dürfte die Wiederherstellung des Kirchenraumes durch Giesau und Kellner 1936 sein). Architekturführer DDR. Bezirk Erfurt, Berlin 1979, S. 31 eine Abbildung des Hauptschiffes des Augustinerklosters.
*** Angermuseum
a. Türfüllungen im Rokokoraum der Familie Spangenberg; dazu Eröffnungsvortrag von Crodel am 24.11.1932 (Zeitungsbericht dazu); TB IV, S. 93 19.11 und 20.11.1932 Fertigstellung; Technisches.
b. 3 Glasfenster 1935 für den Porzellanraum des Anger-Museums mit Architekt Th. Kellner (Ersterwähnung anläßlich Fertigstellung Wandmalerei Gotha, Haus Schöne Allee 9: TB 7.4.1935, S. 86f., S. 92. Alternativentwurf?, S. 232-233 endgültige Fassung gleichzeitig mit Glasbild für das Titelblatt der Zeitschrift "Neue Linie": Wagner. 1952 wieder entfernt nach Vermerk TB X, S. 216).
c. Schablonen für das Anger-Museum TB VI, S. 54 (Mai 1937).
d. Wandteppiche (Elisabeth Crodel) TB 1940, S. 72/73.
e. Im Porzellanraum: Rhedensche Vase von der Ausstellung Gut und billig, Berlin 1932 sowie bemalte Untertassen der Erfurter Ausstellung 1926; vgl. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 50.
Erfurt Katholische Vorbereitungsschule. Entwurf für ein Hausschild mit "Thüriger Mutter", wohl 1924.
Westschule Entwurf nicht ausgeführter Vorschlag für eine Wandmalerei TB V, S. 248 Mai 1936.
Haus Dr. Full "Zwei kleine Füllungen im Hause Dr. Full" Projekt? Architekt Theo Kellner; vgl. Ruth und Eberhard Menzel, Kreative Treffs im Freundeskreis. Häuser und ihre Geschichte: Alfred-Hess-Straße 30, Thüringische Landes-Zeitung, 5. April 1997.
Projekt Treppenhausfenster in der Händelstraße Erfurt (oder Halle?) TB VI, S. 3 14.11.1936.
Landhaus Lutz Topf: Projekt? Architekt Hans Theo Kellner TB VII, S. 45 (23.4.1940).
Haus Troche (Arzt, Sammler, Mitreisender der Pilgerfahrt zu Munch 1934) Projekt TB V, S. 256.

***
Städtischer Saalbau , Obergeschoß: Weißer Saal
oder Hochzeitszimmer.
Märchen-Keramik
des Weißen Saals 2 * 100 * ca. 2,50 m (= A B) + 4 *1,55 * ca.
2 m (= E F G H + 2 * 0,72 * ca. 2 m (= C D) Wandfelder: in lebendig
farbiger Fayencemalerei mit sparsamer Vergoldung. Mächenthemen
und "sich nach Schnauz und Schnabel richten" - Fabel vom
Fuchs und Kranich an der Seite (A B), auf F Motive aus dem Märchen
"Erschreckliche Geschichte vom Hühnchen und vom Hähnchen
aus des Knaben Wunderhorn" (Ch. Crodel, EA Seemann, Leipzig
1949); G: "It brakes in our bosom / and then we beleed".
Auf H Variationen zu Hedwig Bollhagen (keramische Motive,
Sternzeichen Skorpion). Formal insgesamt Anschluß an die
keramischen Wände von 1938.Die Abbildung zeigt die Felder EFGH
:
Die Wandfelder mit dekorativen Rahmungen wie bei der
Auseinandersetzung mit den Wandmalerein von Karl-Friedrich Schinkel
im Kursaal von Bad Lauchstädt (Goethe-Jahr 1932) und der
gleichfalls zerstörten Malerei im Standesamt der Stadt Halle.
Im Vorraum ders Hochzeitszimmers, dem "Gelben Saal"
Holzvertäfelung mit 20 Streifen aus grünen Emailplatten
von V.v. Claer, Werkstatt Steckner-Crodel;vgl. Vera Marie von
Claer. Werkstatt Steckner-Crodel, Museum für Kunst und Gewerbe
Hamburg 1997, S. 85; Allgemeines Künstler Lexikon, Bd. 19,
1998, S. 347).
1954 Architekt: Walter Engelhardt (*1908),
Essen, Wiedfeldstr. 44 bzw. Kieler Str. 28; Brand: Fa. Alfons
Königbauer, Gräfelfing, Obb. vgl. TB XII,
14.4.1954 (auch entsprechend in den Wandfeldern signiert und 1954
datiert auf D E).
Walter Engelhardt: Städtischer Saalbau
Essen, Baumeister, 55, 1958, S. 471. vgl. C. Steckner, Keramos 164,
April 1999, S. 59ff. Abb.).

Folkwangmuseum Entwurf Farbskizze Minne-Brunnen-Raum TB V, S. 286-287 und Perspektive S. 291 nach 18.9.1934:
*Gartenbauausstellung GRUGA
Bodenbelag
Wasserbecken, Pergola,= Keramikplatten in den Wandverputz
eingelassen ("Putzkeramik" - Übertragung des
Technik des Putzmosaikes auf die Keramik) und Bodengefäße.
Planung Gartenarchitekt Guido Erxleben, Essen-Marienheide (+1950).
1938 HB TB VI, S. 158 (Januar 1938) Entwurf
Wasserbeckenboden?; TB VI, S. 168 Gefäß; S. 179
(26.-30.4.1938). Probestücke erhalten bei Hedwig Bollhagen
bzw. im Kunstgewerbemuseum in Berlin sowie eventuell Fragmente im
der Verwaltung der GRUGA, Essen; vgl. C. Steckner, Keramos 164,
April 1999, S. 71ff. Abb.)
Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 14 und Cornelius Steckner, Hedwig Bollhagen. Zur Geschichte der HB-Werkstätten in Marwitz bei Velten, Keramos 120, 1988, S. 81f.; zur GRUGA vgl. Astrid Schröder, ".. und sonntags in die Gruga." Die Geschichte des Essener Volksparkes, Essen 1996, S. 22f. Lageplan.
St. Marien. Vorentwurf zur Renovierung 1959.
*** St. Katharinen
Detail
der Chorverglasung mit Ritzungen.
Gesamtverglasung
18 Fenster "Eigenständig gewähltes Thema" (Crodel);
Malerei Türbogen W und
Sakristei
Turmorgel
1953-1954 Architekt Theo Kellner Mayer
Einbindung von Selbstporträt
und Porträt G. Marcks in das Bild der Vorhölle
(Chorfenster).
TB XIII, S. 28 (April 1953); S. 31; S. 34-35; S. 68-69; S. 77 (17.12.1953) Auftragserteilung; TB XIII, S. 134-135 Malerei Turmorgel, West=Eingangstür und Sakristei.
Carl Crodel, Gedanken zum Inhaltlichen der Glasfenster der St. Katharinenkirche, in: Festschrift zur Wiedereinweihung der St. Katharinenkirche am 24. Oktober 1954, Hrsg. Wilhelm Fresenius, Frankfurt 1954, S. 27-30:
"Bei der Niederschrift meiner Gedanken fühle ich mich gehemmt; gehöre ich doch als Maler zu denen, bei denen das mehr interessiert, was sie machen, als das, was sie sagen. Grundsätzliches Ich spreche jetzt nur von dem Inhaltlichen, dem Ikonographischen. Ich glaubte, aus farbigen Glasstücken "bilden" oder "bildern", eine Bilderbibel machen zu dürfen und dabei dies und jenes "zeichnen", d.h. zeigen zu können. Der Kirchenraum hat siebzehn Fenster, fünf nehmen den eigentlichen Chor ein, links davon ist die Nordwand, rechts davon die Südwand, im Rücken die Empore im Westen. Da die Kirche auch kirchenmusikalischen Zwecken zu dienen hat, kam mir der Gedanke, den 150. Psalm Lobet den Herrn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfe!) in die Fenster zu verflechten. Ich habe nun oben im Maßwerk bei allen Fenstern mit Ausnahme der drei Emporenfenster, also bei den fünf Nordfenstern, den fünf Chorfenstern und den vier Südfenstern den 150. Psalm mit lobpreisenden Engeln, die entsprechende Musikinstrumente haben, auf rotem Grunde gezeigt; so mag es erreicht worden sein, daß die vierzehn roten Fensterabschlüsse oben die Kirche gleichsam architektonisch zusammenfassen und das schöne Holzgewölbe zu tragen scheinen, wie ja das System der gebrochenen Rauten im Maßwerk der Fenster ein Echo zur Ornamentierung der Holzdecke ist. Chorfenster Das mittlere Chorfenster (Fenster 8) zeigt unten (wir "lesen" die Fenster immer von unten nach oben) die Gefangennahme Christi, den Judaskuß in der Mitte, dann in der "nächsten Zeile" die Kreuzabnahme: Christus schräg im Bild, unter Maria, die die rechte Hand des Herrn hält; einen Totenkopf; unter dem Mann auf der Leiter den Schakal, das Ende des Irdischen andeutend. Dann ist Christus bei den Geistern im Gefängnis dargestellt (1. Petri 3, Vers 19), unter ihnen Adam und Eva, der gefesselte Leviathan, Menschen in diesem Gefängnis, der geflügelte Teufel als unterer Bildabschluß. Darüber die Auferstehung: Der Sarg ist geborsten, die Krieger schlafen, ihre Lanzen weisen schräg nach oben. Im Maßwerk: der Preis des Herrn durch den "Reigen". Rechts davon Fenster 9: Zunächst die Taufe Christi; ein antiker Meergott, der das ganze Bild hält; Christus im Wasser mit Fischen, auf dem Felsen links der Täufer Johannes, der seine Schale über den Herrn ausgießt, auf dem Felsen rechts der Engel mit dem Kleid Christi. Dann Christus als Lehrer, der vom Kahn aus predigt, links ein Netz, rechts gefangene Fische. Christus als Heilender: Blinde und arme, geschlagene Menschen mit Krücken und Gliederstrümpfen, dabei ein Hund, der ihnen dient. Christus der Wundertäter; Auferweckung des Lazarus; der auferstehende Lazarus erhebt sich vom Liegen zur "Senkrechten". Noch hält sich der Mensch wegen Gestankes die Nase zu, der Kosmos aber, das Tier, hat bereits das Wunder gespürt und leckt die Füße seines Herrn. auf der linken Seite: Frau mit Sargdeckel und flackernder ampe auf einem Schemel. Im Maßwerk: ein Trumscheit als Saiteninstrument. Links das Mittelfenster (Fenster 7: Ganz unten der die Schlage zertretende Fuß, darüber die Verkündigung: Der beflügelte, der Maria das Wunder verkündende Engel. Auf dem Schemel eine Schere. Die Geburt: Maria im Stall, das liegende Kind berührend; Ochs und Esel links und rechts der Krippe. Flucht nach Ägypten: Die Früchte des Blätterbaumes werden zu Cherubimköpfen. Links und rechts schräge, bunte, geflügelte Cherubim. Der zwölfjährige Jesus im Tempel: Die Alten im Tempel, die sich wundern. Der Anfang aller Philosophie ist Staunen" sagt Plato. Im Maßwerk: Unter dem Stern von Bethlehem das Tympanon, eine Trommel. Wir gehen jetzt links zum Norden herüber. Fenster 6: Jakob ringt mit dem Engel. "Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn." Der geschlagene und geschundene Hiob, der noch an Gott glaubt, während sein Weib zetert und greint. Hier glaubte ich, die Zerstörung zeigen zu dürfen, das Chaos der Ruine, das groteske Ornament eines Balkongittersteiles, das im Stall vernichtete Tier, den geborstenen Krug, den zerissenen Einer, aus dem eine Maus kriecht; darüber ein entsetzliches Symbol ist eine der Töchter Hiobs, tot, mit drei Ziegelsteinen auf das Fenster genagelt. Eine Uhr darüber zeigt 1/2 10 Uhr, ein Kalenderblatt daneben weist auf den 22. März 1944 hin und verbindet so Urgeschichte und Gegenwart, Testament und Heute: Denke daran, Beschauender, daß die Uhr deiner Kirche am 22. März 1944 um 1/2 10 Uhr stand, stillstand! Darüber das zerstörte Rad, die zertrümmerte Axt, die Unglücksraben des Hiob. Oben im Maßwerk: die Zither, den Herrn preisend. Wir sind jetzt auf der Nordseite und beginnen ganz links an der Empore anschließend mit dem Schöpfungsfenster (Fenster 1): Licht und Finsternis, Erschaffung Evas, die Paradiestiere: Fische, Widder, Zebra, der Vogel; links des Schöpfers Hand über dem Regenbogen; die geschaffene Sonne, der geschaffene Mond."
Literatur: Erhard Göpel, Ein fröhlicher Glasmaler. Charles Crodel und die Entwürfe für die Fenster der Frankfurter Katharinenkirche, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.3.1954; Doris Schmidt, Glasmalereien von Carl Crodel in der Frankfurter Katharinenkirche, Frankfurt 1956; Eberhard Schenk zu Schweinsberg, Die neuen Glasfenster der St. Katharinenkirche in Frankfurt am Main, Glastechnische Berichte 27, 1954, S. 467468; Wilhelm Schlink, Farbe in Glas, in: Joachim Proescholdt (Hg.), St. Katharinen zu Frankfurt am Main, Frankfurt 1981, S. 189-213 u. 2. Aufl. 1993, S. 201-225; Joachim Proescholdt, St. Katharinen zu Frankfurt am Main, München & Zürich 1982 (= Schnell Kunstführer 1360); Joachim Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich. Glasmalereien von Charles Crodel in Frankfurt am Main, Frankfurt 1988, Abb. S. 119 (Selbstporträt Crodel neben Christus in der Vorhölle).
*** Peterskirche Ev.-luth. St. Peterskirche Bleichstraße 44
79 Fenster und Fensterbinder "Niedriger Eingangsraum mit hochsitzenden Glasfenstern. Eigene Themenwahl" Crodel
1963-1965 Mayer Architekt Theo Kellner TX XVII, S. 107 u. S. 109 (April 1963); S. 187 (2.7.1964); S. 232 (Februar 1965); Einweihung S. 254; TB XVIII, S. 7 Glasstreifen für Eingangsraum; S. 8, S. 9. Dazu wurde von Carl Anton Beuß ein Film über den Wiederaufbau der Peterskirche gedreht, bislang nicht wiederaufgefunden; Abbildungen in: J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988.
*** Deutsche Treuhand-Gesellschaft / Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG Beethovenstr. 8-10
2 Stützenverkleidungen schwarzes Detopakglas mit Schliff (zerstört) und
12 Treppenhaus-Fenster in 4 Stockwerken.
Architekt Theo Kellner 1959/1960 Mayer Abbildungen in: J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988.
14 Stationen für Frankfurt, Zuordnung unklar TB XVIII, S. 122-123 (Februar 1967).
Hausbemalung Römer Wettbewerb TB XIII, S. 148-149 (Dezember 1954).
Vorschläge für Karmeliter-Kloster Denkmal der unschuldigen Opfer, TB XVII, S. 46 (28.1.1966), Entwurf; S. 67 Mai 1966.
Nikolaikirche Entwürfe Chorverglasung TB XIV, Januar 1956, S.76.
St. Leonhardt Vorentwürfe seit 1965 TB XVIII, S. 35 (Dezember 1965); Wettbewerb TB XIX, S. 196-198 (August 1971) Kostenvoranschlag Mayer Oktober 1972.
*** Ev. St. Jakobskirche
16 Fenster (1,15 * 5,55 m; 2 Oval 2,10 * 1,70 m)
1955-1957 Mayer TB XIII, S. 136-137 (Oktober 1957) Abbildungen in: J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988.
*** U-Bahn-Station Jakobs-Kirche
6 Fenster 1986
Reproduktion auf Email Veröffentlicht in: Es muß nicht immer Glas sein. Die emaillierten Kirchenfenstermotive aus der St. Jakobs-Kirche am Kirchplatz, in: Die C-Strecke der U-Bahn Frankfurt am Main, Stadt Frankfurt am Main zur Eröffnung am 27.9.1986, S. 28f. mit 2 Abb.
*** Ev. Dreikönigskirche Ev.luth. Dreikönigsgemeinde Oppenheimer Straße 5

Engel (Detailaufnahme), Faltblatt zur Ausstellung Charles Crodel in der Hauptkirche St. Katharinen.
1 Turmfenster
15 Fenster 2,70 * 0,90 m (Details im Graphischen Werk)
1956-1957 Mayer TB XIII, S. 118 (August 1954); TB XIV, S. 59 (November 1955); S. 100, 103, Mai 1956; S. 114-115 Juni 1956; S. 120 Juli 1956: Sakristei; Glockeninschrift für die durch Gbr. Bachert, Kochendorf gegossene Glocke; 3-König= Motivwiederholung "Nächtliche Wüste", Steckner 396, vgl. dort Abb. S. XX (= TB XIV, S. 69). Zur Deutung vgl. TB XVIII, S. 51 Sommer 1969:
"Vor 10 Jahren etwa in den Fenstern der 3 Königskirche habe ich das Thema "Ich und der andere" oder "Du und der Andere" in einigen Variationen durchexerziert. Der Andere der aber auch das Gestirn, der Engel, der Gott sein kann bzw. ist. Ich fühle mich in in dieser Idee (durch den jetzt gestorbenen Adorno) bestätigt."
Lit.: 450 Jahre Evangelische Dreikönigsgemeinde. 100 Jahre neue Dreikönigsgemeinde, Frankfurt 1981, S. 188; J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988 (mit Abbildungen).
Katholische St. Bartholomäuskirche Verglasungsvorschläge Architekt Theo Kellner TB XVIII, S. 36 8.11.1965.
*** Flucht nach Ägypten, ehemals Villa Architekt Theo Kellner Glasfenster; Abb. bei J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988, S. 93. Das Türfenster wurde von dem inzwischen verstorbenen Dr. Reinhard Goerdeler (1922-1996) übernommen.
Marienkirche Frankfurt / Oder, Ausschreibung zur Konkurrenz 1927; TB und Entwurf im Nachlaß: Ansicht und Wandabrollung; Einteilung in drei Zonen: oben Gestirne der Schöpfung, Erschaffung Adams, Erschaffung Evas (Typus: Geburt des Erechteion), Sündenfall und Vertreibung (Typus: Eherne Schlange) TB II. 10.1.1927: Abb. Halle Marienkirche Frankfurt/Oder und Brunnenkapelle, und: 5.3.1927 Großer Staatspreis Ausstellung Berlin.
*** Stadtkirche
3 Chorfenster
2 Schifffenster
1 Fenster im Sitzungssaal
6 Fenster im Treppenhaus
1 Fenster in der Sakristei
Lettner und Kanzel bemalt
1961-1963 Mayer Architekt Theo Kellner TB XVI, 21.9.1961, 314; TB XVII, S. 9 (12.2.1962); TB XVII, S. 17 (14.6.1963), S. 72 (13.-15.12.1962); S. 137 (24.8.63) Lettnerbemalung. Ernst Götz, Die Stadtkirche unserer Lieben Frau zu Friedberg, 2. Aufl. München - Berlin 1974, S. 14 (= Grosse Baudenkmäler Heft 203).
*** Kath. St. Bonifatius
3 + 5 Chorfenster
6 Süd- und Nordfenster
1958 und 1974 (Ausführung C.H. Steckner) Mayer Architekt Waldemar Schneider, Fulda TB XX, S. 65 (6.9.1973) Erwin Sturm, Die Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Fulda, Fulda 1984, S. 646; Das Münster, Heft 1/2 1963, S. 5.
Wandmalerei Arbeitsamt in der ehm. Jaeger-Kaserne 1958 (wohl zerstört) Architekt Grundmann übergabe 27.2.1953 TB XII, S. 12.
*** Wohnhaus Schöne Allee 9 Architekt Th. Kellner. Wandmalerei. Übersicht Farbskizze TB V, S. 282: Decke 6 x 3 m über Wand mit Emblemfeldern 40 x 1,40 und 90 x 1,40, gerundete Raumecken H 2,40 Breite 70 cm Fertigstellung -> 7.4.1935 TB V, S. 283 nach 12.9.1934, TB VI, S. 65, S. 80 (29.3.1935) Abb. Ch. Crodel. Kunst. Handwerk. Industrie, 1983, S. 38 Abb. 20; Mark Escherich, Kleinod der Moderne in eher unauffälligem Haus, Thüringische Landes-Zeitung, 18.11.1995.
3 Scheiben: links und rechts Jagdmotive (Aktäon und Diana?), Mitte Mädchen mit Taube. Vielleicht Mitwirkung bei der Neueinrichtung des Museums Gotha 1935 wie Porzellankabinett Erfurt mit Eberhard Schenk v. Schweinsberg; Angaben im Tagebuch unklar bzw. nicht gedeutet. TB V, S. 90 (21.4.1935).
*** Ev. Dom St. Stephanus Dreischiffige Basilika mit Querschiff Restaurierung der mittelalterlichen Fenster
a: Restaurierung mehrerer Scheibenpaare des Fensters s III in der Marienkapelle vor dem Chor; strenge Einbindung von 8 Scheiben in den bestehende Farbkomposition, Rahmung und Bildfeldauffassung der Scheiben. Projekt in Verbindung mit Landesdirektor v. Arnim, Halberstadt, Blaue Kesel 3? TB V, Montag, den 27. [2.1936?] 11 Uhr; Das Projekt scheint eingebettet in weitere Vorhaben wie die von Erich Meyer dargelegte Erneuerung des Halberstaedter Dommuseums; vgl. Horst Keller, Karl Rödel, in: Karl Rödel 1907-1982, Ausstellungskatalog Städtische Kunsthalle Mannheim 1989, S. 48:
"In diese Arbeit bezieht Giesau mit anderen Rödel ein, der dann mit Kurt Bunge im Halberstädter Dom - neben seinem Malen und Zeichnen in Feld und Flur - als Mitglied der Werkstatt des Provinzialkonservators und an der Einrichtung des Halberstädter Dom-Museum mit Fähigkeiten hervortreten kann, die von exakter Detailarbeit bis zur kühnen Improvisation reichen. Charles Crodel war es gewesen, der Giesau überzeugt hatte, daß die jungen Künstler fähig seien, bei Restaurierungen nicht mehr Erhaltenes mit Einfühlung zu ergänzen."
Zu den Museumsarbeiten vgl. Erich Meyer, Dom-Museum Halberstadt, Halberstadt o.J.
b: Stephanuskapelle (6), nach Wiederauftreten von Originalscheiben Verwendung überzähliger Fensterscheiben aus der Marienkapelle (a)
c: Chorfenster, Maßwerk des 7-lichtigen Fensters s IV
Eingefügte Engelsköpfe; Farbkomposition in Bezug auf formalen und farbigen Bestand; Aufgreifen der lichtgünen Flecken und des Blaugrundes, Kompositionellen Anbindung an das Figurenweiß. TB XIV, 15.10.1958, S. 281: Marienkapelle u. anschließendes Maßwerk in den Chorumgangsfenstern.
1951-1959 Müller Lit.: Johanna Flemming, Edar Lehmann und Ernst Schubert, Dom und Domschatz zu Halberstadt, Leipzig 1990 (keine Erwähnung von Crodel).
*** Kath. St. Andreas Dreischiffige gotische Hallenkirche Müller 1951-1959
a. 5 runde Bildfenster Leben des Franziskus im Chor 1951/52 (Doppel von Fenster 2 Crodel-Ausstellung Erfurt 1982) TB XII, S. 8 (Februar 1951); S. 23 (Juni 1951)
b. rechteckiges Fenster mit Wundmalen Christ im angebauten Franziskaner-Kloster (TB XIV, Juni 1959, S. 356; TB XVI, S. 17 (11.8.1959): 5-Wundenfenster); Bez. u.r.: "Ch. Crodel // Hergestellt bei / Ferd. Müller / Quedlinburg"
c. Vorschlag für Taufstein (Keramik; Ansicht und Schnitt), TB XII, Juli 1951, S. 28
Dehio, Der Bezirk Magdeburg, Berlin 1974, S.156/57.
"Eisdiele" in der Triftstraße Ausmalung einer Laube TB V, S. 55 Grundriß und S. 56-57 Wandabrollung (nach 16.2.1932).
Heeresnachrichtenschule Kasinofenster Architekt Bohne TB V, S. 238 (5.5.1936 zum Wirtschaftsgebäude), und 17.6.1936, S. 255 zum Kasinofenster.
Mitteldeutsche Landesbank Entwurf zu einer Wandmalerei für den Sitzungssaal TB III, S. 134 (28.5.1929).
Burg Giebichenstein Werkstätten der Stadt Halle.
a. Ausmalung der Margarethenkapelle unter Anleitung Crodels, Zerstörung Sommer1933. Experimentelle künstlerisch-technische Ausmalung der Crodel-Klasse mit nicht genau bestimmbarem Anteil von Ch. Crodel selbst 1932 (die Hallischen Nachrichten berichten darüber anläßlich der Schülerausstellung am 24.6.1932). Abb. bei Katja Schneider, Burg Giebichenstein. B1., Weinheim 1992, S. 405 Textabbildung 154. Die Überstreichung dürfte 1933 zusammen mit der Verbrennung der graphischen Drucke und Bilder aus den Druckwerkstaetten und der Crodelklasse im Hof der Burg Giebichenstein erfolgt sein (Brief-Bericht Ch. Crodel an Gerhard Marcks).
b. Festdekoration für Burgfest TB XI, S. 111 (Juli 1950).
*** Universität: Burse zur Tulpe Improvisationen / Inventionen über Leben und Tod
Wandmalerei Fresco-Secco mit Kleinplastik von Gerhard Marcks (nicht im Werkverzeichnis GM)
Thematische Aufnahme des "Lebenstag"-Projektes für das Lyzeum Jena, dann Themenelemente Wandabrollung TB III, S. 80 und 81 (14.11.1928) für Wohnhaus; vgl. Charles Crodel, Jena 1994, S. 24f. (Morgen - Mittag - Abend). Bezug Goya-Centenar; Einbindung u.a. von Elementen der Pintura Negras. Fertiggestellt im Sommer 1929. Zerstört Sommer 1936.
Der an die Studenten adressierte Aufbau des Lebensbildes im Musikzimmer folgt nicht dem 7-Lebensalter-Schema, wie es etwa William Shakespeare in "Wie es euch gefãllt" (II,7) gebraucht: Die ganze Welt ist Bühne / Und alle Fraun und Männer bloße Spieler. / Sie treten auf und gehen wieder ab, / Sein Leben lang spielt einer manche Rollen / Durch sieben Akte hin." Aber Anklänge daran sind sicher, so der Soldat "Bis in die Mündung der Kanone suchend / die Seifenblase Ruhm." Die Kanone ist über dem Schützengrabenrand zu sehen, davor, im Graben ein Verwundeter mit Armstumpf, in Hintergrund aber ein Fels, der mit Steinbogen und Pergola etwas an der Burgfelsen der Oberburg Giebichenstein erinnert und zu einer schwebenden Nornengruppe steht. Genau besehen aber ist diese Gruppe von Fels und Figuren ein von Crodel in die Gesamtkomposition eingewebtes Zitat nach den heute im Prado befindlichen Pinturas Negras aus dem 1805 erbauten Landhaus Quinta del Sordo des Francisco Goya (1746-1828), eingewebt im hundertsten Todesjahr 1928. Ausgehend von der Beobachtung, daß sich die vier jeweils 123 * 266 cm messenden großformatigen Bilder des Obergeschosses einen durchgängigen Landschaftshorizont ergeben, bei dem sich auch die gegenüberliegenden Parzen- und Asmodeabilder aufeinander beziehen und die Stockkämpfer (Dos forasteros) einbeziehen. Crodel hat die räumlichen Beziehungen dieser schwarzen Landschaft aufgegriffen, aber den Perspektivpunkt auf den Felsen hin bezogen so verändert, daß sein Verwundeter in den Vordergrund kommt und damit der Schützengraben die räumliche Lage der Stockkämpfer Goyas aufnimmt. Durch diesen Perspektivpunkt hinter den Stockkämpfern können Parzengruppe und Felsen den Hintergrund bilden. Werkgeschichte- und Technik: TB III, 28.5.1929:
"Beginn mit dem Auftragen des "Malgrundes" in der Tulpe. Die Wand - es ist sehr heiß - wurde am Tag vorher genäßt und jetzt wieder stark angefeuchtet. Der Malgrundmörtel wurde als Spritzbewurf (der Putz darunter etwas aufgerissen) angeworfen. Da der Mörtel rasch anzog, konnten nur kleine Stellen etwa 1/2 - 1/3 qm mit dem - eisernen Reibebrett geglättet werden. Die Ansatzstellen machten natürlich Schwierigkeit und machen die Struktur der Wandfläche etwas unruhig. Der Malgrund wurde dünn - wohl 2 mm - aufgetragen, was natürlich der Glättung auch hinderlich war. Zu den etwa 40 qm hatte ich 300 kg bestellt (6 Säcke), gebraucht wurden 5 1/2 Sack.
Es wäre richtiger gewesen, auf dem noch feuchten Kalkputz den Malgrund aufzutragen: Der Grund wurde noch 3mal nach dem Abbinden genäßt inerhalb zweier Tage.
3.6. Ätzen. Mit dem 1:3 verdünnten Ätzmittel. Zwei mit der Plafondbürste waagerecht geführte Anstriche, dann ein dritter mit Wasser. Das Putzmittel brauste leis auf der Wand, und schäumte im Zinkeimer. Der dritte (Wasser)anstrich glitt geradezu an der Wand herunter. Morgen kann mit dem Aufzeichnen begonnen werden."
TB III, S. 139: 12.7.1929 "Gestern wird die Malerei in der Tulpe nach 15 eigentlichen Arbeitstagen abgeschlossen. Davon 2 einhalb Tage Durchzeichnen der Cartons. Munne [d.i. Elisabeth Crodel] als Hilfe. Wir fingen beim Liebespaar an, der Gebrauchsanweisung entsprechend 'in der Technik der Ölfarben', mit dem Resultat, daß die Malerei mulmig, Kreidig, pastellartig, unangenehm wirkte. Durch das viele Verwenden des Weiß noch dazu großer Unterschied zwischen der feuchten und der trockenen Farbe. Ich versuchte dann dünn, aquarellartig ohne Weiß zu malen, mit dem weißen Untergrund zu rechnen. Die Folge: leicht, freskohafte, helle Wirkung, die allerdings eine sichere, ausführliche Handschrift verlangt. Das Weiß des Putzes gilt mit als wichtiger optischer Bestandteil der Malerei.
Die Handschrift (das Bild ist durch ausführlichen Carton und Skizzen vorbereitet) darf nicht wie beim Aquarell Farbfleck allein sein, sondern muß in der Art Pompejanischer Malerei die Form nachfühlen, mit Farbe zeichnen.
NB. Bei ersten Nässen vor dem Malen zeigte der Malgrund eine craquelé-ähnliche Struktur, feine netzförmige Risse. Ob eine ungenügende Nässung des Putzgrundes, auf den dann der Malgrund kam (vgl. 28.5.), Schuld daran ist: während des Auftragens des Malgrundes war es sehr heiß.
Besuch von 4 Kunsthistorikern in der Tulpe."
Literatur: Kurt Gerstenberg, Improvisationen über Leben und Tod. ein Gespräch über die Wandgemälde Charles Crodels im Musikzimmer des Studentenhauses der Universität Halle, Kreis von Halle, 1m 1930/31, S. 203-207, Wiederabdruck in: Charles Crodel, 1983; Curt Glaser, Neue Wandmalereien von Charles Crodel, Beilage zum Berliner Börsencourier 29.12.1929; Wiederabdruck Charles Crodel, Jena 1994, S. 29. Will Grohmann: Vermenschlichung der Architektur: Das Wandbild, in: Neue Zeit?, 1930?, S. 20, Abb. zusammen mit den Wandbildern von Willi Baumeister (1928), Heinrich Campendonk (1929), Erich Heckel (1922-1924), Lyonel Feininger (1912), Oskar Schlemmer (1923).
*** Moritzburg Gymnastiksaal der Universität Wettlauf der Atalante und des Hippomenes. Eingewoben die Gestalt eines Kouros aus dem Louvre - damit direkt vergleichbar den "Les Demoiselles d'Avignon" (Parisurteil) von Picasso.
Wandmalerei in campanisch-pompejanischer Technik
Abgenommen am 21.11.1931; zerstört 26.10.1936 Wandabrollung TB III, S. 216 (7.1.1931) Hauptwand 5,90 cm, mit Seitenstück 7,50; TB III, S. 237: "ab Donnerstag 23.7.[1931] Malen im Gymnastiksaal. 6 Aufteilungen, um dem Putzaustrocknen auszuweichen. Technik in der pompejanischen Art. Da Salpeterausblühungen parallel in 4 cm Abstand von der Wand Halbsteinziegelmauer aus der Ziegelei Trotha-Sennewitz. Lieskauer Weißkalk und Bruckdorfer Sand für die grobe Putzschicht (1,5 cm), Marmorsand aus Schlesien, Kalk: über Gasfeuer gebrannter Kalk aus dem Kalkwerk Schäfer, Dietz an der L[...]. Wasser: destilliertes Wasser aus dem Universitätslaboratorium, Milch aus der Halleschen Molkerei. Diese Putzschicht 1:3, 1-0,5 cm stark, die beim Beginn in 2 Lagen aufgeworfen, zuletzt mit dem Eisen geglättet. Karton mit dem Nagel eingedrückt, um den Graphit bzw. Kohlenschmutz zu vermeiden.
Farbe mit 1/3 Kalk verrieben. Malmittel: Milch. Bügeln mit elektr. Eisen auch Puppenbügeleisen. Nach einer dünnen Lasur ("Tine") erstes Bügeln. Richtigen "Moment" abzupassen. Wo viel Farbmaterie bügelt es sich am besten z.B. bei den Schwärzen.
Technik wohl eher für das dekorative Detail als für das große Wandbild. Weitere Grenzen durch die nur wenige Tage feuchten Schichten.
Für neuere größere Wanddinge kehre ich reumütig zu A.W. Keim zurück.
Der Putz hätte noch feiner im Korn sein können. Der Stukkateur wäre für den letzten Auftrag wohl richtiger.
Materialien für die 32 qm große Fläche:
8 Sack Marmormehl, 2/3 Faß Kalk, ca. 5 Liter Milch, Wachs kaum mehr als 250 gr. Farbverbrauch, da dünner, aquarellierender Auftrag minimal. Farben: Schwarz, Kobalt dunkel, Ocker gebrannt, Ocker hell, Chromoxydgrün matt, Cadmium, Krapp, Umbra gebrannt, Caput mortuum violett, Neapelgelb, als Weiß durchweg Kalk.
Gebrannter Ocker mit Schwarz gab mit dem Weißkalk ein diskretes Violett.
Große Zeitersparnis durch das Bügeln, das die Munne [d.i. Elisabeth Crodel] restlos übernommen hatte. Mittagessen, manchmal mit Täubchen, immer mit Kaffee aus der elektr. Maschine, aus dem Marseiller Körbchen, dessen Verschluß der berühmte Durchdrücknagel war.
Dauer: ca. 2 Wochen."
Lit.: Peter Findeisen, Geschichte der Denkmalpflege Sachsen Anhalt, Berlin 1990, S. 210f.; Abb. Charles Crodel, Jena 1994; Andreas Hüneke, Die Moritzburg zu Halle, Leipzig 1978, S. 27f., Abb. 22 (= Baudenkmale 43).
Moritzkirche Fenster-Entwurf 1939 und 1947 TB VII, 1939, S. 12; März 1940, S. 38-39; TB X, S. 101 (April 1947).
Landestheater Versuche zur Foyergestaltung TB X, S. 72 (Februar 1947); TB XI, S. 80-81 (22.3.1950).
*** Standesamt-Süd, Eheschliessungs- und Wartezimmer Riebeckplatz 3 (I) Wandmalerei Übergabe am 27.9.1929; zerstört Sommer 1933, das Gebäude im Weltkrieg zerbombt Perspektive und Wandabrollung TB III, S. 142-143 (27.7.1929); 3 Tage Aufzeichnen, Ausmalen S. 144 (5.9.29); TB III, S. 146, 27.7.29 Übergabe Hamburger Nachrichten Abendausgabe 15.8.1931:
"Wandbilder Charles Crodels in Halle. Charles Crodel hat für den eben vollendeten Um- und Neubau des Studentenhauses der Universität Halle, der akademischen "Burse zur Tulpe" das Musikzimmer und für das Standesamt Halle-Süd das Wartezimmer mit Wandmalereien geschmückt. Der in Marseille als Sohn deutscher Eltern geborene Künstler, der an der Halleschen Kunstgewerbeschule tätig ist, malte in den Wandbildern des Musikzimmers eine ganze Symphonie des Lebens: Variationen über seine Schicksale, Scherz und Leid, das Idyllische und das Heroische, Mummenschanz und Ernst, Jugend und Alter, Tod und Sieg, Ganz in der Sphäre des Heiteren bleiben die Wandbilder Crodels im Standesamt."
Curt Glaser, Neue Wandmalereien von Charles Crodel, Beilage zum Berliner Börsencourier 29.12.1929; Wiederabdruck Charles Crodel, Jena 1994, S. 29.
Entwurf zum Sitzungssaal im Neubau des Arbeitsamtes Halle TB III, S. 148 (14.11.1929) Wandabrollung 1:100 (Wandteilstück 8,80 m).
*** Ornamentale Fenster im Sitzungssaal des alten Rathauses am Markt 1949 Müller Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18 Nr. 3.
Kindergarten Lutherschule Entwurf Ausmalung Kellerraum Vielleicht durch Schüler ausgeführt. TB X, S. 89 (März 1947).
Wandmalerei Kindergarten Huttenschule Entwurf Ausmalung Vielleicht durch Schüler ausgeführt. TB X, S. 90 (März 1947).
St. Ulrichskirche Entwürfe, Jesaja 40, 31 1947, wg. Währungsreform nicht ausgeführt TB X, S. 65 (Januar 1947; S. 99 (April 1947)
Petruskirche Entwurf Rundscheiben für Petruskirche Halle-Cröllwitz TB X, 1946, S. 22.
*** Aussattung Wohnhaus Halle
a. Wandbild im großen Erdgeschoßraum TB III, S. 189 Juni 1930 endgültige Fassung der Wand mit Bemaßung.
b. spätere Hausausmalung - Penthouse 1944 (S. 208)
c. Zimmerbemalung OG TB IX, S. 86 (Februar 1945)
d. Außengestaltung: Vgl. TB III, S. 140 Juli 1929 (Terrasse und Becken mit schrietender Figur von Gerhard Marcks; vgl. TB VII, S. 128.
e. Wandmalereien und Keramik (1950, S. 95) und plastische Arbeiten
Das Wandbild der Wohnhalle mit Kamin auch auf der von Bruno Paul geleiteten Berliner Ausstellung "Maler und Bildhauer am Bau" (Halle 7), 1931; Abb. in: Die Weltkunst Jg. 5, 1931, Heft 23, S. 8. Wandabrollung TB III, S. 77 (28.10.1928) 1:50 Wandlänge: 8,04 m (erster Entwurf, nicht ausgeführt) und S. 78: Geburt des Erechteion (?) für Gegenwand 3,95 m und Durchgang zum Wintergarten S. 79 (Jagdmotive). Kamin des großen Zimmers: TB III, S. 153 (20.12.1929) 1,40 x 80 cm; Bronzegriff (und Hund) TB V, S. 11 7.2.1932; Variante ausgeführt auf Berliner Bauausstellung 1931. Ausführung TB III, S. 196. Lit: Crodel 1983, S. 119; Grundriß: Baulaterne 1926 Haus Niemeyer.
*** Atelierhaus Crodel Entwurf Crodel und Architekt Hans Wittwer 1935-1937 Ergänzt durch keramischen Ofen (zusammen mit Thoma Gräfin Grote) 1935 hatte Crodel in seinem Garten ein neues Atelier für die Kartons seiner Kirchenfenster zu bauen begonnen, wohl nach Tagebuchandeutungen anfänglich mit Konsultation von Architekt Hans Wittwer. TB V, S. 154: 18.3.1935 "Erster Spatenstich für das Atelier" TB V, S. 135 (1935); Richtfest 4.9.1937 (TB V, S. 159).
a. Entwurf für die Decke des Turmraumes in der Moritzburg TB III, S. 130, 24.4.1929
b. Vorschlag zu Verglasung im Charakter einer Blankverglasung für das Kellergewölbe TB XII, S. 13 (10.10.1951).
*** Probefenster St. Jacobi 1958 in das Museum für Kunst und Gewerbe gekommen. Ausgestellt in der Crodel-Ausstellung des Museums (vgl. Faltblatt Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg).
*** Ev. luth. Hauptkirche St. Jacobi
6 Chor- und Tauffenster
1957-1962 Mayer Hervorgegangen aus Konkurrenz 1956/57; Kostenvoranschlag Mayer 27. Sept. 1958; Probefenster im Museum für Kunst und Gewerbe, 1958; Einweihung Chorfenster 24.5.1959 (TB XIV, S. 352). TB XIV, S. 228 (November 1957), 268 (März 1958); S. 320 (Januar 1959); S. XVI, S. 99 (November 1959) Tauffenster St. Jacobi; TB XIX, S. 34 (24.6.1969) Südfenster.
St. Jacobi Hamburg. Baugeschichte, Kunstwerke, Prediger. Herausgegeben von Lutz Mohaupt, Hamburg 1982, S. 56-58; Abb. 56-57; Wenzel Lohff, Das kleine Kirchenbuch der Hauptkirche St. Jacobi Hamburg, Hamburg 1978.
Programm der Verglasung von Charles Crodel, Kalenderveröffentlichung, wohl 1959:
"Man vergißt zu oft, daß bei einem Glasfenster in einer Kirche zwei Distanzen zu beobachten sind. Da ist zunächst die architektonisch-optische "Distanz". Der Teppich aus Glasstücken ( der ein Glasfenster nun einmal sein muß) hat das Architektonische seines Raumes aufzunehmen, seinen Maßstab, seinen Atem oder wie man sich ausdrücken möchte. Der gotische Chor "will" ein anderes Fenster als etwa die barocke Hallenkirche: der moderne Kirchenraum hat wieder andere Forderungen. Die Hauptportalfenster (W) in Chartres aus dem 12. Jahrhundert sind anders und von der wunderbaren Schwere und Dichte der romanischen Zeit, im Gegensatz etwa zu den großartigen, jubelnden Konzeptionen der zwei Menschenalter späteren, schon "gotischen" Apsishochfenster dieser herrlichen Kirche, der Mutter aller Glasmalerei. Diese "Teppiche" bestehen aus Stücken bunten Glases. Das Licht - durch Bleiruten und Schwarzlotmalerei gehemmt und geleitet - flutet durch sie hindurch, und der Teppich wird so zu einem Teppich farbigen Lichts! Dieser Teppich zeigt Aufbau und Glanz durch Farben und durch Kompositionselemente, in denen besonders in früher Zeit das Weiß die Funktion eines Ordners und Farbträgers hatte. Der Glasfensterteppich hat sein ewiges Geheimnis (dem nur durch Einfachheit und Liebe nachzukommen ist). Die andere Distanz" ist beim Nähertreten die des Ikonographischen, des biblischen Inhalts, der theologischen Absicht. Sie ist in das Architektonisch-Optische hineinzuarbeiten, kommt also gewissermaßen erst danach; ein Zeichen, wie hoch dieser zunächst-nur-Glasteppich zu bewerten ist. "Wer die Kirche betritt" (er war meistens des Lesens unkundig), sagt Abt Sugerus von St. Denis im 12. Jahrhundert, "nehme das Weihwasser, bete und sehe die Geschichte des Testaments und der Heiligen in den Glasfenstern!" Die Chorfenster in der Hamburger St. Jacobi-Kirche (15. Jahrh.) entstanden 1956-58, die drei mittleren sind untereinander "geordnet"; so ist das Achsfenster vorherrschend blau, in den Fenstern rechts und links stehen die Farben auf dunkelroten Gründen. In dem linken (NO) Fenster nun, ganz oben ein Engel mit seinen riesigen Flügeln bis ins Maßwerk hineinragend - ein Verkündigungsengel gegenüber Maria. Er wird hier im Ausschnitt gezeigt. Er muß richtig "gelesen" werden. Ganz oben unterm Maßwerk hat er eine andere Wirkung; er ist eben anders "gewirkt", wie wenn er etwa in Augenhöhe vor uns stände. Die Figur des Engels, groß auf der Staffelei gemalt, ist schließlich hoch oben nur noch wie eine Briefmarke; aber die muß richtig sitzen! Er will und muß auch ein Ornament - ein farbig schmückendes also - sein und steht zu anderen Farbornamenten, etwa zunächst zu denen des Fonds des Fensters in Wechselwirkung. Zum dunklen purpurroten das helle gelbe Gewand des Engels, zwei Blauakkorde dagegen; spärliches Weiß. Er will verkünden und ist Äußerung der Not unserer Zeit; er möchte nicht nur anrühren, sondern aufregen."
Neubau ESSO-AG, Hamburg 4 Entwürfe mit Kostenvoranschlag durch Mayer für Speisesaal TB XVIII, S. 198 Dezember 1967.
Privatbesitz
2 kleine Fenster (St. Ursula, St. Caecilie), ehemals Verwaltungsbau ESSO AG. 1967 Mayer TB XVII, S. 200 (Januar 1968) und 197.
Wohn- und Atelierhaus Zusammenarbeit mit Architekt Arnold. Vgl. architektonischer Entwurf für das Atelier in Halle.
St. Katharinen Verglasungsvorschlag TB XIII, S. 122-123 (14.4.1957) Wettbewerb; TB XVIII, S. 166-167 26.7.1967; S. 199 (3.1.1968).
Kleines Fenster in Privatbesitz.
Christi Geburt 62 x 53 cm Wagner, dann Haus Ihlefeldt (?) TB V, S. 89 1948.
*** Reederei John T. Essberger Schiff Morsum: Mosaik Wagner.
*** Reederei John T. Essberger Schiff Rantum Mosaik Vielleicht erhalten in Rendsburg Wagner.
Entwürfe für 4 Fenster Kostenvoranschlag Mayer 9.8.1960 TB XVI, S. 175 (20.7.1968) 1968.
Universitäts-Krankenhaus Entwurf für Glasschliff-Wand TB XII, S. 103 (September 1952).
*** Ev. Marienkirche
12 kleine Fenster nach eigenem Vorschlag 1959-1960 Mayer Architekten Bernhard Hopp und Rudolf Jäger TB XVI, 18.9.1959, S. 35.
Entwürfe mit Architekt Friedhelm Grundmann (23.8.1967) TB XVIII, S. 154 20.6.1967.
*** kleines Fenster, Hamburg: 33,2 x 31,3 TB XVIII, 1966, S. 41 n.d. 3.1.1966.
*** Ev. luth. Matthäuskirche
Gesamtverglasung
1961-1969 Mayer Architekt P. Schnabel TB XVI, S. 301 (10. August 1961); S. 337 (Dezember 1961); TB XVII, S. 5 zur Empore: 150. Psalm, "Abend" und "Morgen"; S. 21 Detail (April 1962), S. 127 (Juli 1963), S. 221 Gesamtprogramm und Bemalung (12.12.1964); TB XVIII, S. 5 Juni 1965; TB XVIII, S. 22 Oktober 1965; TB XVIII, S. 192; S. 214-215 (4.4.1968); Vorschlag für Speisesaal: S. 256 (2.11.1968); TB XIX, S. 27 (29.5.1969) Fertigstellung der letzten Blattfenster; TB XIX, S. 240 Ausmalung (2.4.1972) C. Steckner, Zum Fensterwerk von Charles Crodel, Matthäus Hamburg. 75 Jahre Matthäuskirche, Juli/Juli 1987; Matthäuskirche in Winterhude, Hamburg 2002 (Kirchenführer, 36 S.)
Zusätzlich: kleine Scheibe "Kreuzigung" für Pastor Giese.
Charles Crodel, Selbstbildnis, Detail aus einem Konzeptionsentwurf Winterhude.

*** Ev. luth. Kirche
2 kleine Fenster
1965 Mayer Architekten Rudolf Jäger und Johannes Gies Werkstatt Steckner-Crodel TB XVII, 2.7.1964, S. 188 Unsere Kirche zu Handewitt. 100 Jahre nach dem Wiederaufbau, Handewitt 1984, S. 27: Vera Marie Steckner-Crodel, Abendmahlbild Email; Glasfenster von Crodel: S. 28, Farbabbildung.
***Edelhofkapelle Verkündigung
1 Apsisfenster
1965-1966 Mayer Architekt Dipl. Ing. Carl-Christian Siebert, Hannover, Dessauerstr. 21
Karton 1:1 erhalten Stifter: Baronin v. Alten TB XVIII, S. 34 (6.12.1965).
Jugendheim Wandmalerei Verantwortlich wohl Meyer-Günther und Schubert? 1945 TB IX, November 1945, S. 182-183.
Katholische Stadtkirche Vorschläge für 4 Fenster TB XVII, S. 110-111; S. 118f. (1.5. 1963); S. 155 (9.12.1963).
*** Ev. St. Kilian
20 Fenster (Gesamtverglasung)
1964-67 Mayer TB XVI, S. 176 (23.7.1960); TB XVII, S. 51 (20.7.1962); S. 144 (3.10.1963: Deckenmalerei); S. 150 (übersicht Farbeinschlüsse für Graufenster); S. 179 (Abendmahlfenster und Tauffenster) Mai 1964; TB XVIII, S. 62 (22.4.1966), S. 79; S. 139 (6.5.1967) Auftrag des Landeskonservators Baden-Württemberg (1965-1968); Stiftung der Weinbauern von Heilbronn. Lit: H.D. Bechstein, Die Kilianskirche zu Heilbronn. Geschichte - Zerstörung - Wiederaufbau, Heilbronn 1965, S. 71-74 D. Elsner, Die modernen Glasfenster, in: Kilianskirche Heilbronn, Schnell & Steiner, München 1988 (Kunstführer Nr. 1731).
St. Nikolai Vorschläge zu Behängen Zusammenhang mit Arbeit Gerhard Marcks? TB XII, S. 106 (September 1952) TB XII, S. 107 (18.9.1952).
Peter-Pauls Kirche Entwurf 5 Fenster TB XVI, Januar 1962, S. 344-345.
Haus Frau Willy Hildisch-Hermsdorf Wochenendhaus am Stausee Vignetten auf der Wand TB X, S. 13.
*** Ev. luth. St. Michaelis
5 Fenster im Westchor
1965-67 Mayer TB XVII, S. 150-151 (13. November 1963); TB XVIII, S. 11 (August 1965).
*** Lillkyrkan
1 Fenster
1970 Mayer Mit Taufstein und Teppich, Ausführung Frau Svea Bomann, Mjölby TB XVIII, S. 148-149 (30.5.1967); S. 167 Taufstein (30.7.1967); S. 174 (26.8.1967); TB XVII, S. 252 (September 1968); S. 256; S. 260 (November 1968); TB XIX, S. 13 (10.2.1969). Bengt Cnattingius, Mjölby Kyrka, Linköping 1969, S. 6.
Projekt Ilsenburg, Kreis Wernigerode TB VI, 235 H. Feldtkeller, Die Wiederherstellung der Schloßkirche in Ilsenburg, Jb. der Denkmalpflege in der Provinz Sachsen und in Anhalt 5, 1937/1938, S. 49-74.
*** Wandmalerei Wohnhaus Kriegerstraße, heute Schloßmuseum Weimar (Klassik Stiftung Weimar) Thema: Erfurter Brunnenkapellen-Sage
Abb.: Zustand vor 1928, Jena, Fritz-Krieger-Str. 4 (vgl. TLZ 22. 3. 1997). TB II, 12.6.1924 (Pferdegruppe); 18.Sept.1924; 2. Okt [1925]; 13.10.1925; III, S. 17 (8.3.1928) Herausnahme für Weimar. Kauf durch Köhler; Charles Crodel, Jena 1994, S. 15.
Lyceum Jena Breite der Wand 12.98 m Entwurf 1:20 Lebenstag, nicht ausgeführt, aber thematisch Grundlage der Wandmalerei in der Burse zur Tulpe in Halle Abb. Katalog Charles Crodel, Jena 1994, S. 24-25, Februar 1926.
*** Grabstein für den Vater nach Entwurf von Ch. Crodel Vgl. TB XVI, 186: 21.6.1964: "Grab der Eltern an der Nordschule" (andernorts erhalten).
Glaswerke Schott & Gen. Jena
a. Glasfenster (?) "Glasbläser" 87 x 41 cm (TB VI, S. 27, Januar 1937)
b. Putzmosaik oder Putzkeramik Schott, Gemeinschaftsraum 10,20 x 4 m (TB VI, S. 168, vor 12.3.1938: Flächenmaß: Breite 10.20 m H ca. 4 m).
*** Haus Dr. Erich Schott Schott-Straße Nr. 1
3 von 4 Jahreszeiten und eine Supraporte 140 x 40 erhalten
1 querformatiges Bild (sämtlich in Mainz)
Kamin (vor Ort Kaminfassung mit Steinschnitt erhalten; dazu gehörte gelb glasierte Grobkeramik aus den HB-Werkstätten Marwitz)
TB V, S. 215 nach 21.2.1936 Supraporten und Kamin
***
Wandmalerei "Griechenland und die Vertreibung der Türken von der Athenischen Burg", 1925, Centenarfeier der Befreiung Griechenlands, Stichdatum Tod der Bobbolina 1825. Entstanden im Anschluß an die Griechenlandreise mit Herbert Koch. Mehrfach restauriert
Früher direkt unter dem Centenar-Bild Hodlers über dem Eingang zum Archäologischen Institut und der Sammlung Farbigkeit in Abhängigkeit der Wandverkleidung mit blautürkisen Kacheln verkleidet, an der weißgestrichenen Decke darüber Weinlaub. Wandmalerei heute zu braun, stellenweise Abblättern der Farbschicht Aufbau: linke Seite Lammträger, Kaffeneion, Bobbolina (der Griechischen Marianne) mit Erechteion. Überbrückungsstück: Bewaffneter und Gefallener, anschließend: Verwundeter mit Parthenon. TB II, 15.8.; 2.9.1925; 18.9; 26.9. Willy Zschietzschmann, Jenaische Zeitung 8.10.1925; Eberhard Schenk von Schweinsberg, Wandbilder Crodels in der Universität von Jena, Kunstchronik und Kunstmarkt 35, 1925/1926, S. 690; Paul Weber, Hodlers Wandbild "Aufbruch der Jenaer Studenten zum Befreingskampfe 1813" in Universität Jena, Westermanns Monatshefte 73, 1928/29, S. 501-508; Bernhard Wächter, Zur Ikonographie der Jenaer Hodler-Studien, in: Fall Hodler. Jena 1914-1919, Jena 1970, S. 157-169.
Mitarbeit Denkmalkomission für die gefallenen Studenten der Universität Jena Archivalien: Universitätsarchiv Jena, Bestand B.A. Nr. 1954 a/b Akten zum Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Denkmalkommission 27.1.1921 (Bl. 31): Lietzmann, Koch, Weber, v. Seidlitz 3.2.1921 Bl. 32:
"Der Allgem. Studentenausschuß Jena. Der Asta hat in seiner gestrigen Sitzung für die Denkmalkommission die Astamitglieder Herren Polack, Schroth, Kirchberg sowie Herrn Stud. Crodel, Kriegerstr. 3, gewählt."
Modell zum Denkmal von Hans Walther (1888-1961) kam ins Erfurter Angermuseum (in der konservativen Presse: "Gorilla-Gruppe"). Eingeweiht wurde am 21. Juni 1925 (Jenaer Volksblatt Nr. 143, 22. Juni 1925) Festarchitektur durch Architekt Rohde, Jena; Schrift von Bruno Pflügner; Material Stein der Gegend auf Anraten von Th. Fischer, München. Zur Feier erschien: Die Gedenktafeln der Thüringischen Landesuniversität Jena für ihre im Weltkriege gefallenen Angehörigen, 40 S.
Es hatte aber auch E.L. Kirchner an Prof. Dr. Herbert Koch in seiner Eigenschaft als Nachfolger des Archäologen Botho Graef und auch Vorsitzender des Jenaer Kunstvereins ein Wandbild angeregt, war wohl Crodels. "Griechenland und die Vertreibung der Türken von der Athenischen Burg" (s.o.) in Zusammenhang mit Hodlers Monumentalmalerei aufgriff.
Entwurf für ein Wandbild, Lebensalter als Morgen, Mittag, Abend für das Lyceum Jena 1926 Beschreibung und Abb. in: Charles Crodel, Jena 1994, S. 24-25; Grundentwurf für die Burse zur Tulpe in Halle.
St. Martinskirche Entwürfe? Baurat Maures TB XIV, 1958, S. 281.
Mosaik, Email und Teppichvorschläge für den Spanischen Bau 1962 (Sitzungssaal des Stadtparlaments in Köln) TB XVII, 1962, S. 14-15, S. 47, S. 61, S. 103, S. 274.
Antoniterkirche Überlegungen für Empore 2 * 10 m TX XIV, S. 242 (Januar 1958).
Konkurrenz Kölner Dom Fensterzyklus: Alttestamentliche Vorbereitung auf das Weihnachtsfest TB XII, März 1951, S. 10-11 1/3 Erster Preis 4.6.1951 DM 1000.-, nicht ausgeführt Dazu Schreiben von Kommissionsmitglied Prof.Dr. A.Hoff, Direktor der Kölner Werkschulen.
*** Ev. Karthäuserkirche

Detail der Chorverglasung: Selbstporträt Charles Crodel mit Gerhard Marcks - das Selbstbildnis Crodel eine Selbstzitat nach dem Farbfenster für die Galerie Möller (heute: MAK, Köln).
Gesamtverglasung 1956-59 Wagner
a.Chor- und Schiffverglasung Einweihung 24.10.1956 TB XIII, S. 38 (29.5.1963), S. 42-43; S. 47
b. Nordkapelle: TB XIV, S. 187 (Mai 1957
Lit.: Die Kartause in Köln. Festschrift der evangelischen Gemeinde Köln, Hrsg. Rainer Sommer, Köln 1978, S. 149-153 Reclam Rheinlande und Westfalen, Stuttgart 1964, S. 368.
Museum für Angewandte Kunst, Köln, Scheibe 153 * 100 cm, aus dem Besitz Ferdinand Möller, entstanden für dessen Galerie in Berlin (vgl. Brigitte Klesse, Zwei Glasfenster von Charles Crodel für Ferdinand Möller, Kölner Museums-Bulletin, 1997, Heft 3, S. 21 - 34; Farbabb. S. 28). Die Scheibe war lange Jahre in der Kölner Galerie Möller am Neumarkt. Das Gebäude steht heute noch (2002).
Fayencewand
ca. 10 * 4 m; über die ganze Fläche einzelne Platten in
Rauputz eingelassen, 1954. Das Tagebuch vermerkt: "Putzkeramik
aus Grundformen-Baukasten". Ausgeführt in den
HB-Werkstätten.
TB XIII, S. 138 (um 24.10.1954
Einweihung der Katharinenkirche in Frankfurt durch Pfarrer
Niemöller). Nach mündlicher Auskunft zum hier
wiedergegebenen Foto vermutet Hedwig Bollhagen als Auftraggeber
Möbel-Pesch in Köln (vgl. C. Steckner, Keramos 164, April
1999, S. 77 Abb.).
:
Katholische Kirche Fenstervorschlag TB XVII, S. 91 23. Februar 1963.
Kath. Kirche Auftrag erwähnt, wohl nicht ausgeführt: TB XVI, 1963, S. 91.
*** Hofapotheke zum Malhaus(am Obermarkt)
Naturstein-Mosaik in der Eingangswandung des Treppenaufgangs.
1944 Wagner TB VIII, Januar 1944, S. 190, S. 198.
Staatskasino
7 Mosaiken für die Außenwand
Wagner TB VII, 140 (1940) Entsprechende Projekte von Gerhard Marcks.
Projekt zur Kirchenausstattung Entwürfe TB XII, Mai 1952.
Tagebuch V, 8.Nov. 1931 Loggia-Entwurf für Privathaus in Leipzig Entwürfe ausgestellt auf der Künstlerbundausstellung, Villa-Romana-Preis 1932.
Universitätskirche St. Pauli Fenstervorschläge 31.7.1959 / 7. April 1960 Korrespondenz mit Prof.Dr.Dr. Alfred Dedo Müller, Dr. Nadler, Dr. Sommer (Hannover), Ilse Rothe (Hildesheim) TB XIV, Mai 1959, S. 349; TB XVI, 1959, S. 31 (Thema: Epheserbrief); TB XVIII S. 177 8.9.1967.
Entwürfe für Altar TB IX, Juni 1945 S. 128-129, S. 144.
San Felipe, Lima-Orrantia Iglesia Parroqial Entwurf Chorfenster Weltenrichter TB XII, 28.8.1952, S. 97.
Flügelaltar projektiert? 1964-1966 Pfarrer Bretschneider erhielt 1967 1 Bild (Schreiben vom 28.3.1967) TB XVII S. 196 (22.8.1964); TB XVIII, April 1966, S. 61.
Dom Linköping Fensterprojekt TB XVII, S. 199-200 10. September 1964.
(Kentucky, USA)
Vorschlag Gesamtverglasung für Kirche, nicht ausgeführt TB XVII, S. 231 (20.2.1965).
Projekt für Mosaikwand TB XIV, Januar 1956, S. 74, S. 80.
*** Ev. St. Johannes Elisabethkapelle
Gesamtgverglasung
1968-69 Mayer Stifter: Weinhändler Radbruch; Pfarrer Wolkenhaar Problem: Beleuchtung des Altars TB XVIII, 230-231 (20.5.68); zu Fertigstellung Dankschreiben von Frau Radbruch, 25. Mai 1969.
Martin Vogt, St. Johanniskirche Lüneburg, 3. Auflage 1984, S. 26 (=Große Baudenkmäler Heft 334).
Fensterentwurf 1952 Korrespondenz 23.2.1953 Superintendent Henckel in Lützen.
Deutsche Botschaft Madrid Mosaik für Eingangshalle Auftrag durch WagnerTB IX, 1944, S. 7 (Juni 1944); S. 17 (Vermerk 1972 Transportflugzeug 1944 über Frankreich abgeschossen), S. 18; S. 26.
*** Kath. Pfarrkirche St. Petri
16 Fenster meist 3-4 lichtig
Vita des St. Petrus mit rechts AT Präfigurationen und NT links 1966-1972 MüllerTB XIV, Oktober 1958, S. 288-2291; TB XVI, S. 147 (20.4.1960), TB XVIII, S. 245 (September 1968); S. 246-248 (September 1969); TX XIX, S. 42 (Juli 1969); S. 62-63 (13.10.1969); S. 144 Einweihung: 22.11.1970; Sakristeifenster: S. 193 (26.7.1971); S. 194 Einschlüsse unter den Fenstern, Bemerkung: in Weimar gemalt Juli 1972. Dehio, Der Bezirk Magdeburg, Berlin 1974, S. 287 (Glasmalereien im Chor nach Entwürfen von Carl Crodel, 1970); Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18 Nr. 5 ("Geschichte des Petrus" mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament sowie Vernichtung in den KZ-Lagern, Abb.).
Dom St. Mauritius und St. Katharina. Entwürfe TB XIX, S. 98 (10.4.1970); S. 262-263 (2.8.1972); TB XX, S. 56-57 (31.7.1973), Abb. in: Ch. Crodel. Kunst. Handwerk. Industrie, Hannover und Hamburg 1983, 64; Charles Crodel, Jena 1994, S. 146 (31.7.1973). Erhalten auch 1:1 Entwürfe.
St. Sebastian (?) Entwürfe TB XIV 1958, 289, TB XVI, 1960, S. 184 (September 1960);
*** Stadtbild Erfurt Sitzungssaal des Oberpräsidenten 1929 Auftrag des Oberpräsidenten Dr. Heinrich Waentig (1870-1943); das Bild gehört mit Lyonel Feiningers Stadtbild von Halle zu den drei Bildern für den Sitzungssaal des Oberprädsidiums in Magdeburg, vgl. Saale-Zeitung Halle, 27.6.1929: Erfolge der Kunstgewerbeschule. Ein Gegenstück dieses Stadtbildes Halle von Crodel ist verschollen. Das Magedeburger Bild heute in der Nationalgalerie Berlin (Katalog: National-Galerie. Gemälde des 20. Jahrhunderts, Berlin (Ost) 1976, S. 19 Abb. Öl auf Leinwand 130*110, Inv. 1929 A II 186; Abb. in: Gerhard Marcks und Charles Crodel. Eine Künstlerfreundschaft, Bremen 1992, S. 86.
***Jenaer Glaswerk Schott & Genossen Verwaltungsbau 1955 und 1960 Mayer
a. Naturstein-Mosaik: Fabrik
b. Glasbläser TB XIII, S. 157-159 (Februar 1955); vgl. Wertheim-Bestenheid
c. 1 Glasmalereischeibe "Glasbläser" (Geschenk für Erich Schott, jetzt Privatbesitz) TB XIV, 1955, 157f. Abb. Ch. Crodel. Kunst. Handwerk. Industrie, Hannover und Hamburg 1983, 64; Charles Crodel, Jena 1994, S. 40; vgl. Wertheim-Bestenheid.
Kirche
Malexander Fenster, Überfangglas TB XIX, S. 273
(9.9.1972); 17.3.1973
Rotes und blaues Überfangglas geätzt
mit Emailfarbe, wohl 8 Scheiben 58 * 94 cm in die
Hauptschiffverglasungen eingelassen. Ausführung mit dem
örtlichen Glaser.
St. Trinitatiskirche Entwürfe 1957 mit Hampe TB XIV, Mai 1957, S. 186; 13.6.1957.
Nationaltheater TB XIV, 1956, S. 143 12.10.1956 Entwürfe.
Kloster Mansfeld Fensterentwurf Osterfenster und Himmelfahrtsfenster TB XI, S. 30 (25.5.1949); Osterfenster S. 32, auch S. 34?
1955 / 1956 Wettbewerb zu Fenstern Elisabethkirche 3.4.1956 TB XIII, S. 181 (Mai 1955).
*** HB-Werkstätten
Mattglas=Glasschliff-Tür
ca. 2.30 x 1.50 m, eine Scheibe im Krieg verloren; Bez. "Ausf. August Wagner. Berlin", Leitersignatur TB VI, S. 164 (Februar 1938) Vorentwurf; S. 174 (22.3.1938).
*** Dom, ev. 3 Chor-Fenster Bildprogramm 1947-1960 Müller TB X, S. 102 (5. Mai 1947); TB X, S. 230 (September 1948), S. 243; TB XI, S. 31 (2.-4.6.1949); S. 50 (Oktober 1949); TB XVI, S. 180 (20.8.1960) Wurzel-Jesse-Fenster. Lit.: Helga Möbius, Der Dom zu Merseburg, Berlin 1960, S. 60 (Abb.); Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18 Nr. 1.
Foyer Stadthallenprojekt Architekt Baurat Zollinger TB III, 1929, S. 137 Ausgestellt: Juryfreie Kunstschau Berlin Vgl. TB III, Dezember 1928, S. 88-89 und 10.6.1928 (S. 40) Monate des Jahres.
Entwürfe für Dom zu Minden 1953 Zusammenarbeit mit F.X. Zettler
Siehe auch -> Diakonissenanstalt Salem-Köslin unter Salem-Köslin.
*** Mjölby Kirche
9 Fenster und
große Wandmosaikfelder
1968-1969 Mayer TB XVII, Nov. 1968, S. 260; TB XIX, S. 272; S. 274 (September 1972) Mosaikfelder. Kostenvoranschlag Fenster Mayer 4.12.1968; Bengt Cnattingius, Mjölby Kyrka, Linköping 1969; Per Svae, Professor Crodels Glasmalingar i Mjölby Kyrka, Mjölby o.j. (8 S.)
Entwurf Mjölby, Ausführungs-Genehmigung 1968.
Perlacher Friedhofskapelle. Projekt Grab der Katharina Goldberg mit Pössenbacher TB V, S. 53 (10.-15.1.1935).
Kongreßsaal des Deutschen Museums, TB V, S. 293-295 nach 29.9.34 Wandabrollung mit dominierend Blau und Gold im Maßstab 1:150.
Heeresoffizierschule, Schwere Reiterstraße Gedenktafel für die Gefallenen der Infanterieschule Dresden (Email) 1961 Ausführung: Werkstatt Steckner-Crodel TB XVI, S. 341 (1.1.1962); zur Vorgeschichte vgl. TB III, S. 252 (13.11.1931):
"O.K. über Alfred Schuler ... um 1902, der in den schweren Reitern der Türkenstraße die Praetorianergarde sah."
*** Studentenheim, Biedersteinstr. 30 a (= Bau 4)
a. Blaue Keramikwand (Fayence) für die östliche Abschlußwand der Gemeinschaftshalle, H 3,56 m x B 4,02 m aus 96 Kacheln zu 31,5 cm * 24,5 cm. Signatur auf Bildmotiv im Teller oben links: CRODEL 1955 und Leiter; weitere Signaturen in der Malerei. Architekt Harald Roth, 1955 (in den Aufzeichnungen von Crodel wird in Zusammenhang mit diesem Auftrag auch Sep Ruf genannt).
b. Nach Aufnahme im Nachlaß Crodel sowie Tagebuch bemalte Einzelplatten in der Anschlußwand (nicht mehr nachweisbar).
c. Wandteppich (Elisabeth Crodel)
TB XIII, S. 55 (Juli 1953); S. 155 (17.1.1955: Brand der Platten in der Akademie München). Zu den Bauten Biedersteinstr. von Harald und Otto Roth. Baumeister 1954, S. 355 (Grundriß Gemeinschaftshalle Haus 4). vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 78 Abb.).
Allianz-Versicherung, München, Königinstr. 28. Architekt Prof. Wiedemann; Entwurf Bildkeramik Innenhof 1953 TB XIII, Juli 1953, S. 48, 49.
Theater am Gärtnerplatz 2 Vorschläge für einen Gartensaal TB XII, S. 114-115 (Oktober 1952).
*** Waisenhaus am Rotkreuzplatz Waisenhausstraße 20
5 Supraporten in Glasmosaik Themen früher den Funktionen der dahinterliegenden Räume entsprechend.
a Bücherei 0,8 * 0,8 m
b Musikzimmer 0,8 * 0,8 m
c Hähnchen und Hühnchen 1 m * 0,8 m
d Scherenschnitte (ehemals Kindergarten) 0,8 * 0,8 m
e Scherenschnitt, mit Leiter signiert 0,8 * 0,8 m
4 Stützen im Kindergarten
Mayer Architekt Sep Ruf? TB XIV, September 1956, S. 136-137 Kostenvoranschlag 19.9.1956 Motive im Graphischen Werk als Farbradierung (Steckner 397); Probefeld bei Mayer erhalten.
Haus Ernst Färber, Tizianstraße 65, 8000 München 19 (Nymphenburg) -> nicht Tizianstraße 9: Dr. Dieter Färber wahrscheinlich zerstört 5 Scheiben aus Kristallglas 1957.
Haus v. Treek, wohl Gustav van Treeck, Werkstatt für Mosaik und Glasmalerei, 8000 München 40, Schwindstraße 3; nichts weiter bekannt.
Wohnung Crodel in der Georgenstraße 3 Keramik und Innenarchitektur, (1975 zerstört) Zusammenarbeit mit Architekt Arnold, Berlin TB XII, S. 63 (Februar 1952).
Wettbewerb Lutherkirche Chorfenster Sendlinger Tor TB XIII, S. 174-177 (April 1955).
Johanniskapelle Kapelle der Johanniter in St. Petri? TB XVIII, Januar 1966, S. 42 Wettbewerbteilnahme; S. 66 (Mai 1966).
Dom St. Paul Chorfenster TB XX, S. 63 (8.9.1973).
*** Christuskirche
Altarbild (Email)
1958 Werkstatt Steckner-Crodel Hopp und Jaeger.
*** Dorfkirche Flügelaltar 1959-1962 Crodel-Stiftung eines Altars: Hirtenverkündigung, Tabor, Jonas im Walfisch, Durchgang durchs Rote Meer TB XVI 1960, S. 159 (Gesamtprogramm); 1960, S. 173. Ausführlicher Briefwechsel in Mutzschen. Vgl. Bernterode, Ronneburg und Minden: Salem-Köslin.
Naumburger Dom St. Peter und Paul 1. Projekt: Taufkapelle Nach Hilde Risch wurden nach 1933 noch Teppiche durch die Werkstätten der Burg Giebichenstein für Naumburg ausgeführt in Zusammenarbeit mit Rudolf Koch. Projektbeginn 1931 mit Regierungspräsident Ernst v. Harnack (TB III, S. 244 2.9.1931: Skizze des Taufkapellenfensters; im Nachlaß erhalten Riß von Preußischen Hochbauamt vom März 1932 zum Fenster der Taufkapelle des Domes zu Naumburg, Maßstab 1:10 (H= 1,57 B= 0,67). Dazu mehrere Entwürfe und Tb. IV, S. 24ff. 10.4.32 Skizzen für Fenster 67 * 157 bezeichnet als "Domfenster Naumburg" und "Taufkapelle Naumburg". 2. Projekt: Westfenster TB VII, S. 55 (8.-12.6.1940) Westfenster, Zusammenarbeit mit Hochbauamt Naumburg Vgl. Peter Findeisen, Geschichte der Denkmalpflege Sachsen Anhalt, Berlin 1990, S. 233f.
2 Fenster Wagner Projekt zur Verglasung eines Offizierkasinos. Entwürfe im Nachlaß und im Wagner-Archiv mit Korrespondenz. TB V, S. 156 (24.8.1935).
***
Supraporte Haus Gerhard Marcks
vor 1940, bestehend aus fünf kleineren Scheiben 19,5 x 23,5. Zwei der fünf bleiruthengefaßten Rechtecke sind mit der Leiter signiert, heutige Folge falsch. Wagner TB V, S. 170 (Oktober 1935) Abb. in richtiger Folge in: Gerhard Marcks und Charles Crodel. Eine Künstlerfreundschaft, Bremen 1992, S. 13.
Dorfkirche, ehem. Augustiner-Klosterkirche, vielleicht Probescheibe "Versuch für Niemegk" Wagner TB V, S. 30 (4.12.1934), vgl. S. 64, 170, 172 (vgl. Abbildung oben).
Zementfußboden mit Einlagen vom Saalfelder Marmorbrocken und kleinen Mosaiken für Niemburg, Saale Konservator Ludwig Grote. TB VI, S. 209 (30.7.1938), S. 235.
Dorfkirche St. Bartolomäus in Nordhalben, Nordfranken (nicht: Bartholomäus!) Farbentwurf TB V, S. 120 (12.6.1935). 195. 228 (28.3.1936)
St. Bartolomäus http://www.kath-pfarrgemeinde-nordhalben.de Kronacherstr. 14 96365 Nordhalben.
Wettbewerb St. Sixt-Kapelle Ostfenster Südchor 1969 Kostenvoranschlag Mayer mit 5 Vorschlägen 29.5.1969 TB XIX, S. 17 (17.3.1969); S. 19, S. 20.
Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg Probe? TB XIII, S. 1m S. 4-5 (8.1.1953)
St. Lorenz Fensterprojekt TB XIV, S. 225 (Oktober 1957); S. 228.
*** Handwerkskammer Nürnberg Gobelin 1952 Nürnberger Gobelin Manufaktur.
St. Laurentius Wettbewerbteilnahme Verglasungsentwürfe 1962-1966 TB XVII, S. 49 (13. Juli 1965); S. 54 (August 1962); S. 58 (27.8.1962); S. 71 (27.11.1962); TB XVIII, S. 48 Februar 1966, S. 73.
Entwürfe für Gesamtverglasung TB XIII, 15.5.1967, S. 147.
Pewsum (Ostfriesland) Fenster-Entwurf TB XVIII 21.7.1967, S. 165; Juli 1968, S. 240.
*** Ev. Schloßkirche
10 Fenster im Stiftschor
1958-1963 Hervorgegangen aus Konkurrenz Sept. 1958 Mayer Architekt Hampe TB XIV, Februar 1958, S. 248; TB XV, Mai 1958, S. 1; TB XVI, Mai 1960, S. 160 Lit.: Schloßkirche St.Michael. Die Gestalt der Kirche heute, Hrsg. Erich Delcker, Pforzheim 1967, S. 27: Dritter Abschnitt der kunstverglasten Fenster: Professor Crodel (Verglasung des Stiftschores Nr. 17 - 23), S. 30, Abb. Fenster 20 S. 31; Die Schloss- u. Stiftskirche St. Michel in Pforzheim, Pforzheim 1989.
Entwurf für Mosaikwand Wagner TB VIII, Februar 1944, S. 196.
*** Kath. St. Josef-Krankenhaus
6 Fenster der Kapelle
1947 Wagner Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zs. f. Kunst, Leipzig 1950, Heft 4, S. 14 Sonderdruck (= S. 276 im Heft).
Drachenhaus Überlegung zu Bemalungen und Restaurierung im Sommer 1936. 1770 von Unger nach dem Vorbild der Pagode im Kew Garden beim Neuen Palais errichtet Oberbaurat Rochholz Konservator Ernst Gall TB V, Juni 1936, S. 255, S. 269 und S. 271 (28.8.36); S. 272 28.8.36: bei der Direktion der Staatlichen Schlösser und Gärten (Ernst Gall)TB VI, S. 199. Arno Krause, Das Chinesische Teehaus im Park von Sanssouci, Potsdam 1968, Anm. 49 (S. 47) zur Renovierung der Anlagen 1936-1937.
*** Stiftskirche St. Servatius, ev.?
1 Kryptenfenster
1934 - 1936 Wagner Auftrag des Landeskonservators Giesau TB IV, 1934, S. 279: 2.9. Quedlinburg-Wiperti-Krypta Halberstadt: Farbstiftskizze des Grundrisses mit Tinte und Maßangaben; TB V, S. 254 In Berlin bei Provinzialkonservator Robert Hiecke. und bei v. Arnim (?): 8.-16.6.1936 Berlin "Beim Bronzegießer Noack wegen eines Adlers für das Grab Heinrichs I. beim Landeskonservator" (= Heinrich I. 876); 2.7.1936 (Andeutungen über Probleme wegen Autorschaft); ausgeführt Adlerfenster, Zeichnung und Flächen des Vogels wohl nur Schwarzlotzeichnung und Fläche, Schnabel gelbes Glas, Schwanz mit Blau, das die Fläche belebt. Projekt Verglasung TB XVI, S. 181 (18.6.1960).
Verglasung St.Lamperti-Schlosskapelle? Projekt, wohl nicht ausgeführt, Entwurf erhalten und Fotos von Einzelscheiben.
Altar TB 1960, XVI, S. 173 Entwurf zu einem Altar?
Dominikaner-Liebfrauenkirche
Schiff-Fenster
1943-1944 Wagner TB VIII, S. 116-117 (Mai 1943); TB IX S. 35 (August 44.).
Dom Entwürfe für Wettbewerb TB XVIII, 1965, S. 13 (17.8.1965).
St. Marienkirche Fenster 1940 Wagner (ausgeführt ?)
Haus Konsul Entz, Rendsburg Vorschlag für Wandmosaik wir im Wohnhaus Wagner, Berlin-Treptow TB XII, S. 56 (Januar 1952).
Altar geplant oder ausgeführt 1959-1969.
Projekt zur Kirchenausmalung mit Pfarrer Hildebrand TB III, 132 (15.5.1929).
*** Kath. Kirche St. Leonhard
3 Fenster im Gemeinderaum
1 Fenster bei der Orgelempore
1 Marien-Fenster im Vorraum
1969 Glasmalerei Binsfeld, Trier Architekt Rolf Robinschon TB XIX, 5.6.1969, S. 28-29; S. 33; S. 257:
".. endlich sah ich die Fenster in situ. Man müsste bei Grisaillen beim Einsetzen der Farben noch sparsamer sein. So etwa rote Kuh neben der hl. Brigitte, das Dunkelblau des Landsknechts, beim hl. Sebastian die roten Schuhe bei den 3 Ärzten (das 'rosa' wie bei den Mützen wäre besser gewesen)."
Postneubauten
Mosaik-Hauszeichen (4 Elemente)
1943 Wagner Rudolf Nieß und Walter Schmidt TB VIII, S. 134 (22.7.1943).
TB III, 1932 S. 244 (2.9.32) Projekt für die Gastronomie der Rudelsburg mit Regierungspräsident Ernst v. Harnack (zusammen mit Ausstattung Naumburg) angedeutet.
Heidecksburg bei Rudolstadt Ausmalungsentwurf für einen Saal (Tür und Wand). TB XI, S. 28, 13.-15.5.1949.
Erlöserkirche Bildfenster-Entwurf um 1952 Wohl für Wagner; im Tagebuch nicht identifiziert. Entwurf im Nachlaß erhalten.
*** Wochenendhaus Crodel an der Saale-Talsperre Architektur und Dekorationen 1935.
*** Auferstehungskirche der kath. Diakonissenanstalt
Altarbild (Email)
1959 Architekten Hopp und Jaeger Werkstätten Steckner-Crodel TB XVI, S. 119 Januar 1960 Einweihungsschrift vom 18. Mai 1961, S. 15-17: Professor Charles Crodel über die Altartafeln Abb. in: Mitteilungen aus dem Diakonissenhaus Salem-Köslin Minden, August 1963. Charles Crodel 1960: "So muss notwendig nach dem Fegefeuer zweier Weltkriege eine neue bildnerische Einstellung zum Gegenstand erfolgen, ja seine neue Besitzergreifung."
*** Ev. Dorfkirche
3 Fenster
1966-1967 Mayer TB XVIII, August 1966, S. 86; 1967, S. 131 (22.3.1967). F.W. Reinecke, St.-Johannis-der-Täufer-Kirche zu Salzhausen, Faltblatt o.J.
*** Kath. Herz-Jesu-Kirche
3 Chor-Fenster;
2 Seitenfenster
1 Rundfenster im Taufraum (1984 beschädigt)
1961 TB XVI, August 1961, S. 304-305 (Tauffenster und Chorfenster).
*** Ev. St. Georg
3 Chorfenster
1 Fenster Orgelempore
1958-1959 Müller TB XIV, März 1958, S. 260-261; S. 271 (27.4.1958); TB XVI, 8.9.1959, S.25; TB XVI, Januar 1960, S. 122 Abb. in: Carl Crodel, Halle und Erfurt 1982; Ernst Badstübner, Stadtkirche und Schlosskapelle zu Schmalkalden, 2. Auflage 1983, S. 21, Abb. S. 19 (= Das Christliche Denkmal Heft 83); Georg Piltz, Kunstführer durch die DDR, 4. Aufl. 1973, S. 364.
Wandmalerei oder Stickerei "Sommermonat" Schönkirchen wohl Ortsbezeichnung. TB X, S. 24 (31.8.1946); S. 55 Ausführung 6.5.1948.
Wiesenkirche
3 Chorfenster
8 Schiffenster
Wettbewerbteilnahme 1957 Architekt Helmut Fischer Mayer Kostenvoranschlag 24. Juli 1957.
St. Petri-Kirche Soest 1961 Farbgebung für die geschmiedeten Eisengitter von Gerhard Marcks; vgl. Werkverzeichnis Gerhard Marcks Nr. 756
St. Thomae Projekt Schiffverglasung TB XIV, Juni 1957, S. 202; S. 205.
Stadtkirche
16 kleine Scheiben
Fenster 1942 Wagner (?) Ausführung und Zuordnung nicht gesichert TB VII, S. 139 (3.8.1941); S. 167 (18.1.1942): "Die 16 kleinen Fenster für Stadtsteinach. Immer daran denken, daß ein Glasfenster zunächst ein Ornament aus Glasstücken ist!"
Kindererholungsheim der Deutschen Reichspost bei Stadtsteinach, heute wohl Salem-Siedlung TB VI Projekt seit 1939 Ausführung nicht gesichert; erhalten sind Zahlreiche Pläne im Nachlaß. Zusammenarbeit mit Walter Schmidt wahrscheinlich.
St. Annenkirche Projekt: Franziskus-Fenster, Verkündigung (?) und Dreikönigsscheibe 1947-1948 Wagner (?) Architekt Eberhard Naumann, Hellerau TB ; TB X, 157 (Dezember 1947), S. 214 (1948) drei Farbskizzen 65 x 40 cm; TB XV, S. 183 (22.8.1960); zur Komposition VI, S. 79 11.7.1937; TB VII, S. 34 29.2.1940.
*** Haus Herbert Levin
Wandmalerei und bemalte Textilien
1924 (zerstört 1945) Probe erhalten. TB II 14.11.1924, Entwurf fertiggestellt nach dem 5.12.1924 für Levin; Einweihung am 7.2.1925 Curt Glaser, Kunst und Künstler, 24, 1925/1926, S. 245; Charles Crodel, Jena 1994, S. 14.
Durch
undatierte Entwürfe dokumentiert: kleinformatige Verglasungen
für einen Neubau in funktionaler Architektur (Wandabrollung
Nachlaß Crodel).
Der Vorgang kann sich beziehen auf
Strassfurt (Initiator des Projektes mag nach B. Klesse ein
Apotheker gewesen sein), Anregungen von Straßburg? (die
Wandabrollung des Verglasungsprojektes entspricht in Grundzügen
der von Theo van Doesburg 1926/27 geschaffenen Aubette in
Straßburg). Von diesem Projekt sind Einzelscheiben ausgeführt
und 1:1 Entwürfe im Nachlaß erhalten. TB V, S. 64
21.2.1935; vgl. Brigitte Klesse, Zwei Glasfenster von Charles
Crodel für Ferdinand Möller, Kölner
Museums-Bulletin, Heft 3, 1997, S. 21 - 34.
Jagdhaus v. Bismarck Fenster 1941 Wagner Architekt Theo Kellner? TB VII, S. 122, (27. April 1941) Zu v. Bismarck vielleicht TB II, 23. Oktober 1925: Tanz mit Levins und Bismarcks aus Thale im Wohnhaus Crodel Jena.
Mosaikfußboden 1942 Projekt von Wagner TB VII, S. 153 (3.Nov. 1941); S. 158 (8.11.1941), S. 169 ( 20.-27.1.1942).
*** Kath St. Gangolf
Gesamtverglasung
1966-1967 Binsfeld TB XVIII, S. 96-97 Dezember 1966); Tauffenster S. 113 (Januar 1967); S. 117 (Februar 1967) Lit.: Hans-Walter Stork, Katholische Stadtpfarrkirche St. Gangolf Trier, München und Zürich 1990 (Schnell Kunstführer Nr. 1805).
Münster Verglasungsvorschlag TB XVIII, S. 78 Juli 1966; S. 234 (Juli 1968).
TB VII, S. 103 (21.1.1941) Dekoration für einen Innenraum.
*** Wandmalerei, ehemals Kriegerstr.3 Durch Köhler 1927 erworben, im 2. Weltkrieg durch Luftmine beschädigt, erhalten [2003], aber hinter Wandverkleidung versteckt. Vgl. Eintrag Jena. Abb. Charles Crodel, Jena 1994, S. 15.
Vereinigte Lausitzer Glaswerke, Werkstbauten von Ernst Neufert. Entwurf zu Fenster mit Glasbläsern 1937 Wagner Ausführung nicht gesichert aber aufgrund der genauen Maßangaben H= 41 cm B = 87 wahrscheinlich TB VI, S. 27 (16.1.1937). Motivwiederholung: Wertheim-Bestenheid.
*** Haus Direktor Dr.Bruno Kindt. Rundfenster des von Ernst Neufert erbauten Wohnhauses; die Scheibe durch Wilhelm Wagenfeld gerettet und erhalten. 1937 WagnerTB VI, S. 28 (16.1.1937) Fuchs und Storch.
*** Ev. Martin-Luther-Kirche
2 Chorfenster
8 Schiffenster
1 Rundfenster, Stiftung Hans Löber (Heilung des Blinden)
1957 und 1964 Mayer (Rechnung 14.8.1964) TB XIV, Mai 1956, S. 105 (Rückverweis März 1955); September 1956, S. 135; TB XVI, S. 73 (17.12.1962); TB XVII, S. 133 (August 1963); Evangelisten und "Lobet den Herrn", signiert 1957 Leiter, im Westen Rundfenster von 1964 Lit.: 25 Jahre Martin-Luther-Kirche. Evangelische Pfarrgemeinde Wertheim-Bestenheid, Wertheim o.J. Eie Scheibe des "Glasbläserfensters" wurde für Ersch Schott als Glasfenster und für den Verwaltungsbau von Schott in Mainz als Mosaik wiederholt (Mainz ). Die Motive der Glasbläser ähnlich von Crodel für Weißwasser.
Glasmosaik mit Gold: die Kirche als "arbor bona"
Entwurf? TB XV, S. 149 vor 28.4.1959 Entwurf; TB XVI, S. 129 (25.12.1960.); TB XVI, S. 149 (28.4.1960).
*** Dreikönigskapelle 3 Fenster (überfang 16/18)
1) Erscheinung des Sternes
2) die 3 Könige treffen sich
3) Anbetung des Kindes
1967-1968 wohl mit Mayer.
Stadtkirche Wolfhagen Entwurf mittleres Chorfenster TB XVI, Januar 1961, S. 250-25.1.
= Dorfkirche Bernterode Altarbild mit 2 Predellen sowie 1 Rundfenster und 3 Schiffenster. Bernterode.
*** Erholungsheim der Deutschen Reichspost Porzellankamin 1937 Staatlichen (Königliche) Porzellanmanufaktur Berlin und für die Post: Architekt Walt(h)er Schmidt TB VI, S. 35 (6.3.1937), S. 55: 3.5.-27.5. Malen der Platten in Berlin; TB VI, S. 63: Abnahme 1.6.1937 vgl. Zentralblatt der Bauverwaltung 61, 1941, S. 574 (Abb.); C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 70. Abb.).
Wandmalerei TB 1948, S. 211 Entwurf?
Wiederaufbau Alexanderkirche Entwürfe Verglasung 6 Fenster TB XIII, S. 98-99 (April 1954); Entwurf 4. Nov. 1954.
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